Alvaro Bautista (Honda): «Nicht so viel PS erwartet»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Bei den Testfahrten in Jerez stellt sich das neue Honda-Werksteam zum ersten Mal der Konkurrenz in der Superbike-WM. Was Alvaro Bautista über die CBR1000RR-R Fireblade erzählte.

Weil die Rennstrecke in Jerez den ganzen Mittwoch nie abtrocknete und die Rundenzeiten zirka 13 Sekunden über der normalen Pace lagen, sind die Ergebnisse wenig aussagekräftig.

Für Honda-Werksfahrer Alvaro Bautista war es trotzdem ein wichtiger Testtag, konnte er sich doch zum ersten Mal mit seinen Gegnern messen. «Und wir konnten weitere Daten sammeln, um die Entwicklung voranzutreiben», hielt der Spanier fest. «Wir haben ohne Referenzen angefangen und schreiben ein neues Buch. Die letzten Jahre fuhr ich immer mit einem V4-Motor, dieses Motorrad mit dem Reihenvierzylinder-Motor ist grundlegend anders. Ich muss meinen Fahrstil etwas anpassen und herausfinden, wo die Stärken dieses Motorkonzepts liegen. Jetzt kommt es darauf an, eine gute Basis zu finden, um auf dieser aufzubauen.»

Alvaro, wie gut funktioniert die Honda-Elektronik?

Ich bin nicht viele Runden im Nassen gefahren, kann aber sagen, dass sie normal arbeitet. Es gab keine großen Probleme.

Könnt ihr Daten von der bisherigen Fireblade verwenden?

Ich weiß es nicht, weil ich die alte Fireblade nie fuhr. Ich glaube auch, dass sich die beiden Motorräder sehr unterscheiden. Ich will auch gar nicht auf andere Daten schauen, wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, um dieses Bike zu verbessern. Honda arbeitet sehr hart und sehr gut, es ist viel Potenzial vorhanden.

Wenn du die Honda mit der Ducati vergleichst: Was beeindruckt dich?

Der Vergleich ist schwierig für mich, weil ich mich erst an dieses Motorenkonzept gewöhnen muss.

Und was gefällt dir an der Honda besonders?

Von der Motorleistung war ich sehr überrascht, ich hatte weniger erwartet. Der Motor ist sehr stark, du musst die Leistung aber auch auf den Boden bringen. Wir arbeiten daran, die Leistung bestmöglich nützen zu können.

Was kannst du uns über das Team erzählen? Es wurde ja neu zusammengestellt für diese Saison.

Ja, alles ist noch sehr neu. Wir müssen uns erst kennenlernen. Ich bin glücklich mit den Jungs, wir brauchen aber noch etwas Zeit, um genau zu wissen, wie wir bestmöglich zusammenarbeiten können. Das wird besonders für die Rennwochenenden wichtig sein, da hast du nicht so viel Zeit wie während eines Tests.

Viele der Mitarbeiter kommen aus der MotoGP-WM, sie arbeiten sehr professionell und haben viel Erfahrung. Darüber mache ich mir keine Sorgen.

Du bist am Mittwoch einmal gestürzt?

Ja, in Kurve 6 machte ich einen Fehler, mir rutschte das Vorderrad weg. Glücklicherweise ist dabei nichts passiert.

Das Wetter in Jerez ist schlecht, die Vorhersage für Portimao ist auch mies. Bereust du es, dass du auf den ersten Portimao-Test im Dezember verzichtet hast?

Ich hatte damals die Wahl zu testen, oder bei der Geburt meiner Tochter dabei zu sein. Tests und Rennen habe ich noch viele, aber ich werde vielleicht nur eine Tochter in meinem Leben haben. Deshalb entschied ich mich so – und bin froh darüber.

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