Wegen Coronavirus: Ex-Cortese-Team kürzt die Gehälter

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Garrett Gerloff ist während der Coronakrise in den USA

Garrett Gerloff ist während der Coronakrise in den USA

Das neuartige Coronavirus bedroht Menschenleben und Existenzen. Um zu Überleben, müssen auch Teams der Superbike-WM zu drastischen Maßnahmen greifen.

Auch wenn in vielen Ländern die ersten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 umgesetzt werden, bestimmt das neuartige Virus weltweit das Leben der Menschen. Wann und ob wir wieder Rennsport erleben können, ist noch nicht absehbar. Optimisten glauben an August oder September. Pessimisten erst ans nächste Jahr.

Angesichts der vielen Todesopfer ist das ist aber nicht die Wichtigste. Auch die weltweit zunehmenden Arbeitslosenzahlen hinterlassen negative Folgen. Einkommenslücken werden nicht von jedem Sozialsystem aufgefangen.

Betroffen sind auch Teams der Superbike-WM und deren Mitarbeiter, denn viele Sponsoren sind selbst in finanzielle Schieflage geraten und stellten Zahlungen ein. Nicht selten werden Gelder erst dann fällig, wenn ein Rennbetrieb stattfindet.

Das ehemalige Yamaha-Team von Sandro Cortese musste deshalb Konsequenzen ziehen (GRT Yamaha tritt 2020 mit Federico Caricasulo und Garrett Gerloff an), wobei die Auswirkungen noch vergleichsweise gering sind.

«Wir sind an mehreren Fronten betroffen», stöhnte Teamkoordinatorin Sol Alvarez bei todocircuito.com. «Zum einen wirtschaftlich, weil einige Sponsoren aufgrund der fehlenden Medienpräsenz nicht die vereinbarten Beträge zahlen. Wir haben zumindest das Glück, dass sie uns weiter unterstützen und wir bis zur Fortsetzung der Meisterschaft weitermachen können, wenn auch mit kleinerem Budget. Wir haben nicht erwartet, dass sie zu 100 Prozent dabei bleiben, aber sie stehen noch hinter uns. Andere Teams stecken in der Klemme, weil sie Sponsoren verloren haben.»

«Unser Team hat mit den Mitgliedern eine Vereinbarung getroffen, dass sie während der Krise die Hälfte ihres Gehalts bekommen», sagte die Spanierin weiter. «Sobald sich die Situation normalisiert und wir wieder Sponsorengelder einnehmen, werden sie die andere Hälfte bekommen. Jedes Team versucht, sich so gut wie möglich über Wasser zu halten. Wir bei mit GRT haben noch Glück.»

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