Álvaro Bautista (4.) verhandelt mit Honda über 2022
Den Wechsel zu Honda hatte sich Álvaro Bautista einfacher vorgestellt, doch am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2021 in Assen überraschte der Spanier als Vierter. Ein guter Zeitpunkt, um über die Zukunft zu sprechen.
Den Äußerungen von Álvaro Bautista konnte man mehrfach entnehmen, dass er die Honda CBR1000RR-R in entscheidenden Punkten für die Superbike-WM für ungeeignet hält. Die Fortschritte, die mit der Fireblade seit ihrer Einführung vor einem Jahr gemacht wurden, sind zu klein, um zu den besten Motorrädern aufzuholen.
Einen Lichtblick gab es in Assen, als der 36-Jährigen den ersten Trainingstag als Vierter mit nur 0,350 sec Rückstand auf die Bestzeit von Jonathan Rea (Kawasaki) beendete. Im Vergleich zum Vormittag hatte sich der Honda-Pilot um 1,3 sec (!) gesteigert.
"Im ersten Training probierten wir ein neues Setup, was sich aber nicht bewährte", erklärte Bautista gegenüber SPEEDWEEK.com. "Ich hatte nicht das beste Gefühl, was auch durch die höhere Asphalttemperatur im FP2 etwas besser wurde. Im Grunde ist es wie immer – nicht gerade fantastisch. Aber es tut gut, etwas näher an der Spitze zu sein. Die engen Zeitabstände haben allerdings mehr etwas mit dem Streckenlayout in Assen zu tun. Aber der Reifenverschleiß ist hier etwas höher, über die Distanz werden die Abstände größer sein."
"Wir haben noch viel Arbeit vor uns, unter anderem beschäftigen wir uns mit der Elektronik hinsichtlich der Gasannahme", ergänzte der Routinier. "Im Vergleich zu den vorangegangenen Rennen haben wir Fortschritte gemacht und müssen nun anfangen, uns mit der Leistungsentfaltung bei höheren Drehzahlen zu beschäftigen. Manchmal habe ich das Gefühl, das Bike gleitet aus meinen Händen, eben weil die Power nicht kontrollierbar ist. Der Motor gibt seine Leistung nicht linear ab, das müssen wir mit der Elektronik ausgleichen. Mechanisch könnten wir auch Dinge verbessern, die wir im Rahmen des Reglements aber nicht anfassen dürfen."
Bautista hat einen Zweijahresvertrag mit Honda, der am Ende dieser Saison ausläuft. Hat er überhaupt ein Interesse an einer Verlängerung?
"Ich spreche bereits mit HRC. Ich habe viel Arbeit in dieses Projekt investiert und wir versuchen, uns stetig zu verbessern", äußerte sich Bautista diplomatisch. "Woran ich momentan aber nur denke, ist, weitere Fortschritte zu machen, schneller zu werden, ein besseres Gefühl mit dem Bike zu bekommen und konkurrenzfähig zu werden, wie ich es vor zwei Jahren war. Über die Zukunft denke ich nicht so viel nach."
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