Dank Mahias-Verletzung: Zweite Chance für Tito Rabat

Von Ivo Schützbach
Tito Rabat

Tito Rabat

Seit Ende Juli plagt sich Lucas Mahias mit einem gebrochenen Kahnbein. In Jerez hat sein Team Puccetti Kawasaki entschieden, dass er den Rest des Jahres zur Genesung nützen soll. Ersatz für Portimao ist Tito Rabat.

Lucas Mahias ist im ersten Rennen in Assen am 24. Juli gestürzt und brach sich das Kahnbein in der linken Hand. Zwar ließ sich der 32-Jährige umgehend in Frankreich operieren, aber der Knochen verheilt seither nicht richtig.

Weil Kämpfer Mahias nie freiwillig selbst aufhören würde und lieber regelmäßig an die Schmerzgrenze geht, hat ihm vergangenes Wochenende in Jerez das Team Puccetti Kawasaki die Entscheidung abgenommen und ihn aus dem Verkehr gezogen. Die Ärzte werden sich die nächsten vier Wochen anschauen, ob das Kahnbein ruhiggestellt selbst verheilt, oder ob eine zweite Operation notwendig wird.

Für die Rennen in Portimao am kommenden Wochenende bietet Teamchef Manuel Puccetti Tito Rabat auf. Der Spanier und das Team Barni Ducati haben sich nach Magny-Cours im gegenseitigen Einvernehmen wegen Erfolglosigkeit getrennt. Der Moto2-Weltmeister von 2014 hatte nach 24 Rennen nur ein einstelliges Ergebnis vorzuweisen – Platz 9 im ersten Rennen in Estoril. Mit 38 Punkten lag er nach Frankreich lediglich auf dem 15. Gesamtrang.

Die Rennen in Barcelona und Jerez hat Rabat arbeitslos verpasst, jetzt kehrt er in die Superbike-WM zurück und wird erstmals eine Kawasaki ZX-10RR fahren. «Ich bin sehr glücklich, diese großartige Chance zu bekommen», hielt Rabat fest. «Ich kenne die Strecke in Portimao, dort bin ich schon MotoGP gefahren und habe mit einem Serienmotorrad trainiert. Ich hoffe, dass ich ein gutes Wochenende habe, gute Resultate hole und mein Potenzial demonstrieren kann.»

Ob Rabat auch in Argentinien und Indonesien für Puccetti fahren wird, hängt von den Ergebnissen in Portugal ab.

Esteve «Tito» Rabat war nie ein Überflieger, seine Erfolge hatte er stets harter Arbeit zu verdanken. 2005 gab er in der 125er-Klasse mit einem Wildcard-Einsatz sein GP-Debüt, von 2006 bis 2010 fuhr er in der kleinsten Kategorie. In dieser Zeit eroberte er drei dritte Plätze, Gesamtrang 6 in seinem letzten Jahr war sein Highlight bis dahin.

Anschließend stieg er in die Moto2-WM auf, in welcher er fünf Jahre lang antrat. Er eroberte 13 GP-Siege, 33 Podestplätze und die WM-Gesamtränge 10, 7, 3, 1 und 3.

Von 2016 bis 2020 fuhr er in der Königsklasse MotoGP und musste für öfter zweitklassiges Material jeweils viel Geld mitbringen. Für 2021 hatte Rabat einen gültigen MotoGP-Vertrag mit dem Team Esponsorama Avintia Ducati, der Hersteller aus Bologna sortierte den Nachzügler im Zuge der drastischen Verjüngungskur aber zu Gunsten von Moto2-Vizeweltmeister Luca Marini aus. Ducati bot Rabat als Trostpreis den Platz im Barni-Team in der Superbike-WM an.

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