Honda: Geheimer Superbike-Test in Portimão

Von Kay Hettich
Zehn Tage nach Ducati, Kawasaki und Yamaha reiste auch das Werksteam der Honda Racing Corporation zu einem Test nach Portimão. Iker Lecuona und Xavier Vierge zeigten sich erfreut, Rundenzeiten blieben aber geheim.

Honda machte ein Geheimnis daraus, wann und wo man mit seinen neuen Superbike-Piloten testen werde. Bisher hatten Iker Lecuona und Xavier Vierge die CBR1000RR-R nur vom 15. bis 17. Dezember sowie am 26. Januar in Jerez kennengelernt. Dass man die bisherigen Erkenntnisse auf einer anderen Rennstrecke bestätigen würde, war zu erwarten, dennoch wurde auf den gemeinsamen Test mit Ducati, Kawasaki und Yamaha in Portimão am 8./9. Februar verzichtet und stattdessen ein eigener Test geplant.

Wenige Tage nach der offiziellen Teampräsentation gingen die beiden Spanier am Donnerstag und Freitag dieser Woche auf der portugiesischen Achterbahn auf die Strecke. Die Bedingungen waren gemischt. Am ersten Tag präsentierte sich das Wetter mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um 20 Grad Celsius von seiner Schokoladenseite, am zweiten Testtag war es kühler und windiger.

Einen Vergleich mit ihren Kollegen von vor zehn Tagen ist möglich, denn Honda hielt die Rundenzeiten geheim. Angesichts der Kommentare scheint der Test erfreulich verlaufen zu sein.

«Ich bin sehr zufrieden mit meinem Gefühl mit der Honda auf dieser Strecke – bisher waren nur in Jerez», sagte der 24-jährige Vierge. «Am Anfang hatte ich ein Gefühl, als wäre ich noch nie auf dieser Strecke gefahren. Runde für Runde gewöhnte ich mich daran, steigerte das Selbstvertrauen und verstand den Flow und die Geschwindigkeit besser – es hat Spaß gemacht. Wir sind in den zwei Tagen viele Runden gefahren und sehr viele Informationen gesammelt, die den Technikern bei der Vorbereitung auf den nächsten Test helfen werden. Wir müssen so weitermachen, weil wir gut und in die richtige Richtung arbeiten.»

Durch den Wechsel der Zulieferer von Federelementen und Bremsen kann Honda nur auf Abstimmungsdaten des MIE Honda-Teams zurückgreifen, das bereits seit 2021 Showa und Nissin einsetzt.

«Wir haben begonnen, verschiedene Elemente und Set-ups auszuprobieren, wobei wir uns auf die Elektronik und die Geometrie konzentriert haben», erklärte Vierge weiter. «Sehr positiv ist, dass wir uns mit jedem Run stetig verbessern konnten und es gab keine Verzögerungen. Die Temperaturen an Tag 2 waren etwas kälter, aber wir sind eine Rennsimulation gefahren, die sehr nützlich für mich und das Team war.»

Ähnlich positiv äußerte sich der zwei Jahre jüngere Iker Lecuona.

«Ich bin sehr zufrieden, weil wir uns in den zwei Tagen stark verbessert haben, sowohl was mein Gefühl mit dem Motorrad angeht als auch die Performance des Motorrads», hielt der frühere MotoGP-Pilot fest. «Am Donnerstag haben wir mit den Reifen gearbeitet und auch einige neue Dinge getestet. Wir haben dabei einen guten Fortschritt erzielt und sind konstante Zeiten gefahren. Als das Wetter weniger freundlich, kälter und windiger, und der Asphalt war auch viel kälter als am ersten Tag war, haben dennoch trotzdem weiter Fortschritte erzielt. Das sind hervorragende Neuigkeiten! Ich freue mich auch darüber, dass mein Gefühl mit dem Motorrad hier und in Jerez ähnlich war. Das sind zwei sehr unterschiedliche Strecken. Die guten Punkte und die Bereiche, die wir verbessern müssen, sind aber auf beiden Strecken im Wesentlichen gleich.»

Aus dem nächsten Test macht Honda kein Geheimnis: Am 22./23. Februar wird man zum Testen nach Jerez zurückkehren.


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