Sportbike-WM • Neu
Magny-Cours, Lauf 1: Triumph-Sieg durch Seabright – Strafe für WM-Leader
Sportlich hat sich der kurzfristige Fahrerwechsel für Pedercini-Kawasaki schon am ersten Trainingstag in Assen gelohnt. Statt wie mit Loris Cresson am Ende der Zeitenliste zu stehen, fuhr Leon Haslam auf Platz 14.
Kurz vor dem zweiten Saisonmeeting der Superbike-WM 2022
Sportlich ist die Lage eindeutig: Der Belgier verlor beim WM-Auftakt in Spanien in allen Sessions zwischen 4,2 und 5,4 sec und war immer bei den Letzten zu finden war. Haslam fuhr dagegen mit demselben Motorrad in den
"Zu Assen konnte ich nicht nein sagen – Assen ist nun mal eine meiner Lieblingsstrecke", grinste der Engländer, als ihn SPEEDWEEK.com in der Pedercini-Box besuchte. "Natürlich konnte ich mich ohne Tests nicht weiter vorne platzieren. Ich hatte das Saisonfinale verpasst und fuhr ein Motorrad im WM-Trimm zuletzt in Argentinien – und da war ich ziemlich angepisst. Seitdem saß ich für drei Testtage und einem Rennwochenende auf dem BSB-Bike, aber das ist was ganz anderes. Ich muss mich also zuerst wieder ein wenig zurechtfinden und herausfinden, wo wir uns verbessern können. Schritt für Schritt ist uns das gelungen."
Inwiefern unterscheidet sich die Pedercini-Kawasaki von der Werks-Ninja, die du vor drei Jahren gefahren bist?
"Es geht nicht nur ums Bike, es geht um das ganze Paket", erklärte Haslam. "In der Top-Speed-Liste fehlte mir am Vormittag zwar 28 km/h, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wie arbeiten die Ingenieure, wie gut funktioniert die Motorbremse und so weiter. Wir sind hier in einer Weltmeisterschaft und es kommt auf kleine Details an. Ich habe hier keinen Druck, ich werde nur versuchen etwas Spaß zu haben."
Letztlich leistet Haslam bereits Vorarbeit für seine geplanten Wildcards in Misano, Donington Park, Most und Portimão.
"Vielleicht gelingen uns noch ein paar Fortschritte", betonte der Routinier. "Für mich ist das hier eine schöne Gelegenheit, wieder in Schwung zu kommen. Ich kenne Lucio seit einigen Jahren und ich versuche nur, meine Erfahrung in sein Team einzubringen, um den Abstand nach vorne zu verringern. Zum Beispiel durch eine bessere Einstellung der Motorbremse und der Leistungsentfaltung. Ich habe viel Wissen darüber und wenn wir Fortschritte schaffen, haben wir unseren Job gut erledigt."
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