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Troy Corser (52): «Rennsport ist heute anders»

Von Kay Hettich
Carl Fogarty und Troy Corser in der Superbike-WM 1996

Carl Fogarty und Troy Corser in der Superbike-WM 1996

In der Statistik der Superbike-WM hat sich der zweifache Weltmeister Troy Corser prominente Plätze gesichert. Mit Blick auf die heutige Meisterschaft stellt der Australier Veränderungen fest.

Als Troy Corser in seiner Blütezeit in der Superbike-WM aktiv war, kämpfte er gegen starke Gegner und Charaktere wie Carl Fogarty, Colin Edwards, Frankie Chili, Noriyuki Haga oder Aaron Slight. Der Umgang war kollegial. «Wir haben einander respektiert. Wir trafen uns in einer Hospitality auf ein Bier. Wenn der andere gewonnen hatte, trank man bei ihnen ein Bier. Und hatte man selbst gewonnen, kamen sie zu dir», schwärmte Corser jüngst.

Damals wie heute gab es jedoch Unterschiede bei der Arbeitsweise an den Rennwochenenden. «Wir haben seinerzeit nicht so viel miteinander gearbeitet. Jetzt tun die Teams das immer mehr, um das Motorrad weiterzuentwickeln – BMW ist ein perfektes Beispiel dafür», fiel dem Australier der Teamspirit zwischen den ROKiT-Piloten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark auf. «Der Rennsport ist heute ganz anders als in den 1990er-Jahren.»

Der mittlerweile 52-Jährige bestritt zwischen 1992 und 2011 stolze 377 Rennen, nur Jonathan Rea hat mehr Superbike-Rennen bestritten. 1998 gewann der Australier die Weltmeisterschaft auf Ducati, 2005 ein zweites Mal auf Suzuki.

Erstaunlich: Corser gewann seine beiden WM-Titel nicht mit offiziellen Teams. «1996 war ich wohl auch für Ducati die Nummer 1, denn Carl hat 1995 gewonnen und ich war Zweiter. Aber er wechselte den Hersteller, also war ich der beste Ducati-Fahrer des Vorjahres», erinnerte sich Corser. «Obwohl wir ein Satellitenteam waren, sollten wir für die Ergebnisse sorgen. Also gaben sie uns zusätzliche Hilfe und gaben uns mehr Aufmerksamkeit. Damals arbeitete Claudio Domenicali als Ingenieur eng mit uns zusammen. Er konnte sehen, dass wir Potenzial hatten, ebenso wie Davide Tardozzi, wir hatten also das volle Paket.»


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