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Mit viel Tamtam stellte Yamaha am Donnerstag auf dem Cremona Circuit eine neue R1 vor. Am Rennwochenende auf der neuen Superbike-Piste kommt ein Hybrid zum Einsatz. Werkspilot Andrea Locatelli über die Änderungen.
Mit der Vorstellung eines neuen Homologationsmodell seines Superbikes gelang Yamaha im Vorfeld des Meetings in Cremona eine Überraschung. Offensichtlichste Änderung ist eine neue Verkleidung, die nun wie bei der Konkurrenz mit Winglets ausgestattet ist. Weil die Homologation im September erfolgte, darf dieses Motorrad bereits an diesem Wochenende beim neunten Saisonmeeting eingesetzt werden.
Dass ein Hersteller unterjährig ein neues Homologationsmodell bringt, ist sehr ungewöhnlich. Getestet wurde die neue R1 bisher nur von den Testfahrern.
"Wir verwenden diese Verkleidung hier zum ersten Mal", versicherte Andrea Locatelli im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Mehr Kontakt zum Vorderrad zu haben, ist eine gute Sache. Ich sehe das positiv und mehr langfristig. Es der Beginn von etwas Neuem – ein erster Schritt."
Wunder durfte man von dem aktualisierten Motorrad nicht erwarten. Als 13. mit überschaubaren 0,8 sec Rückstand auf den Tagesbesten Alex Lowes (Kawasaki) war ein Fortschritt beim Italiener nicht auszumachen.
"Nach nur einem Training lässt sich schwer etwas über das neue Bike sagen, zumal wir hier nur einmal getestet haben und das war noch ohne die Winglets", betonte der 27-Jährige. "Auf jeden Fall spüre ich eine positive Veränderung und es gab keine Probleme. Dennoch denke ich, dass wir mehr Zeit benötigen, um ein besseres Verständnis zu bekommen – wo bringt es uns Vorteile und was müssen wir tun, um das optimal zu nutzen. Das ist ein Prozess."
Tatsächlich sehen wir auf dem Cremona Circuit die bisherigen Einsatzmotorräder, die mit der neuen Verkleidung umgerüstet wurden! Welche Anpassungen sind aufgrund der geänderten Aerodynamik erforderlich?
"Genau das sind die kleinen Details, mit denen wir uns beschäftigen müssen", betonte Locatelli. "Wenn das Bike weniger zum Wheelie neigt, können wir die Elektronik an dieser Stelle zurücknehmen oder auch in bestimmten Situationen auf der Bremse. Daran müssen wir arbeiten und herausfinden, was besser und was schlechter funktioniert. Zu Anfang wird manches schlechter sein, weil wir Anpassungen vornehmen müssen."
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