Neues Kawasaki-Werksteam: 2025er-Motor ab Mittwoch
Seit 2012 war das Provec-Team für den Werksauftritt von Kawasaki in der Superbike-WM verantwortlich. Am 22. Oktober hatte das neue Werksteam in Jerez Feuertaufe, SPEEDWEEK.com sprach mit Teamchef Manuel Puccetti.
Für das Kawasaki-Team von Manuel Puccetti begann am Montag eine neue Zeitrechnung. "Ich bin sehr stolz darauf, nach 20-jähriger Zusammenarbeit mit Kawasaki jetzt in dieser Position zu sein", erzählte der Italiener SPEEDWEEK.com am Dienstagabend im Vier-Augen-Gespräch. "Erst mit Kawasaki Italien, dann Europa, jetzt Japan – wir haben den letzten Schritt zu einem Werksteam vollzogen. Für mich wurde ein Traum wahr. Kawasaki wird uns mit hochklassigen Fahrern unterstützen und mit einem erweiterten technischen Paket."
Am Mittwoch, dem zweiten und letzten Testtag auf dem Circuito de Jerez, wird erstmals der 2025er-Motor zum Einsatz kommen. Neuzugang Garrett Gerloff, zuvor bei BMW und Yamaha unter Vertrag, leistete an seinem ersten Tag tadellose Arbeit, darf aber erst Ende November, oder spätestens am 1. Dezember, darüber reden – wegen seines BMW-Vertrags.
"Ich glaube, dass wir Schritt für Schritt wieder Ergebnisse erreichen können, wie wir sie 2019 mit Toprak hatten", bemerkte Puccetti. "Vielleicht nicht ganz die gleichen, aber wir werden einen großen Schritt machen."
Damals eroberte der Zweiradkünstler aus der Türkei für das Puccetti-Team als Kawasaki-Privatier zwei Siege und 13 Podestplätze und wurde WM-Fünfter hinter Johnny Rea, Alvaro Bautista, Alex Lowes und Michael van der Mark.
Der neue Teamname lautet "Kawasaki WorldSBK Team", das Puccetti-Logo wird nur noch auf den Teamuniformen und im Hintergrund auftauchen.
"Es liegt in unserer Verantwortlichkeit, in der Superbike- und Supersport-WM das Bestmögliche für Kawasaki zu leisten", weiß der Teamchef. "Wir sind glücklich – und fühlen uns nach über 20 Jahren auch bereit dafür. Die Zeit ist gekommen, mit den großen Jungs zu spielen."
Seinem neuen Fahrer streut Puccetti Rosen: "Garrett ist sehr nett, freundlich, offen, extrem professionell und unglaublich fit. Tito Rabat war das alles auch, Garrett ist aber auf einem anderen Level. In seiner dritten Runde mit der Kawasaki fuhr er 0,1 sec schneller als Rabat in seiner schnellsten Rennrunde während des ganzen Wochenendes, auf dem identischen Motorrad. Mir gefällt auch seine Arbeitsweise, das war ein sehr guter Start. Er ist schnell, konstant und wird immer besser. Ich glaube, dass wir bereits am Mittwoch noch deutlich mehr von ihm sehen. Ich schätze sein Talent sehr hoch ein. Wir sind ein Werksteam, aber ein familiäres. Ich meine, dass wir ihm die richtige Umgebung bieten können, um das Beste aus ihm herauszuholen."
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