BMW-Rennchef Sven Blusch: «Es gibt immer Lösungen»
Beim Saisonstart der Superbike-WM 2025 trat BMW zum ersten Mal ohne den langjährigen Manager Marc Bongers an. Motorsport-Direktor Sven Blusch über das schwierige Wochenende auf Phillip Island.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Woche in Australien begann mit einem Paukenschlag. BMW bestätigte am 16. Februar, was SPEEDWEEK.com vorab berichtet hatte: Marc Bongers, zum 1. Juni 2024 bereits vom Motorsport-Direktor zum Sportdirektor degradiert, wurde aus der Superbike- und Endurance-WM abgezogen.
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Mit Motorsport-Direktor Sven Blusch und dem für die Technik verantwortlichen Chris Gonschor bleiben die zwei Speerspitzen im Superbike-Programm von BMW für dieses Jahr gleich, Bongers übernimmt eine neue Rolle im Rahmen zukünftiger und noch nicht genauer definierter Motorsport-Projekte von BMW Motorrad. Die Tests und ersten Rennen auf Phillip Island fanden also erstmals seit der werksseitigen Rückkehr von BMW im Jahr 2019 ohne Bongers als Verantwortlichen statt.
Für Blusch wurden sie zur Feuertaufe. Mit dem neuen Homologationsmodell der M1000RR taten sich die Werksfahrer Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark schwer. Der zweite Startplatz des Türken und Rang 2 im ersten Hauptrennen am Samstag sind die ganze Ausbeute, nach dem Saisonstart liegen die beiden auf den WM-Ränge 8 und 16. Auch wenn viel Pech im Spiel war, ist doch offensichtlich, dass die Saison 2025 ohne das letztjährige Spezialchassis für die Bayerischen Motoren Werke kein Spaziergang wird.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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"Als wir nach Phillip Island kamen, war uns klar, dass es kein einfaches Wochenende werden würde", hielt Blusch fest. "Wir hatten aufgrund verschiedener Widrigkeiten im Winter zu wenig Testzeit. Durch Topraks Fingerverletzung hat er viel Testzeit verpasst, dazu kamen viele Regentage und auch das Concession-Thema. Also mussten wir in Phillip Island noch die beste Richtung für unser Setup finden. Am Samstag haben wir Potenzial gezeigt, aber der Sonntag war definitiv ein harter Tag für uns. Es gibt Tage, da gewinnt man, und es gibt Tage, da verliert man. Das war nicht unser bester Tag, aber ich glaube, es folgen noch viele bessere Tage dieses Jahr."
"In Portimao werden wir gemeinsam stärker zurückkommen", versicherte der Rennchef. "Das Wichtigste ist, dass wir jetzt ein paar Wochen zu Hause haben, um tief in die Analyse einzusteigen. Wir müssen unseren Idealpunkt für das Bike finden. Wir sind vom Jäger zum Gejagten geworden und es war klar, dass es nicht leichter als vergangenes Jahr sein würde. Aber wir nehmen die Herausforderung an." Für BMW war die kurzfristige Änderung des technischen Reglements 2025 ein schwerer Schlag; dass das Super-Concession-Chassis, mit dem Toprak vergangenes Jahr 19 Rennen und die Weltmeisterschaft gewann, plötzlich nicht mehr erlaubt ist, muss anderweitig kompensiert werden.
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Blusch stößt ins gleiche Horn wie Gonschor und sagte im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com: "Es gibt immer Lösungen für Probleme. Wir sind in der Situation, dass wir bis Portimao sehr hart arbeiten müssen, um einen Weg zu finden, um mehr Performance mitzubringen. Das Wichtigste für uns ist abhaken und nach vorne schauen. Es gibt Rennwochenenden, die einfach nicht laufen."
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