Domi Aegerter: Yamaha bietet Gnadenbrot – zu Ducati?
Seit 29. Juli steht fest, dass Dominique Aegerters Zusammenarbeit mit Yamaha in der Superbike-WM nach dieser Saison endet. Der japanische Hersteller möchte den 34-Jährigen trotzdem gerne behalten.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mit der Bestätigung von Stefano Manzi im Giansanti Racing Team für die Superbike-WM 2026 steht hinter der sportlichen Zukunft von Dominique Aegerter ein großes Fragezeichen – mit Yamaha wird es in der Top-Kategorie nicht weitergehen. Der Verbleib bei Yamaha ist aber nicht ausgeschlossen. "Obwohl unsere gemeinsame Reise in der Superbike-Weltmeisterschaft zu Ende geht, prüfen wir gemeinsam mit seinem Management die Möglichkeit, ihn auch in Zukunft in der Yamaha-Familie zu behalten", bestätigte Rennchef Niccolo Canepa. "Er gewann zwei Weltmeisterschaften mit Yamaha in der Supersport-Klasse, bevor er 2023 zu den Superbikes aufstieg."
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Es liegt auf der Hand, dass es um die Rückkehr in die mittlere Kategorie geht, weil mit Manzi der potenzielle nächste Weltmeister aufsteigen und auch der aktuelle WM-Zweite Can Öncü die Serie wechseln wird. Um das Vakuum zu füllen, benötigt Yamaha in beiden Topteams Ten Kate und Evan Bros einen Titelanwärter von der Klasse Aegerters. In der Supersport-WM hat Aegerter alles erreicht – 35 Podestplätze in 44 Rennen, davon 27 Siege –, der Schweizer würde deshalb den Verbleib in der Superbike-WM vorziehen. Seit Wochen gibt es intensive Verhandlungen mit dem Ducati-Privatteam Go Eleven. Teammanager Denis Sacchetti hält große Stücke auf Aegerter und hat schon zu dessen Moto2-Zeit versucht, den inzwischen 34-Jährigen in die Superbike-WM zu locken.
Problematisch für Go Eleven und alle anderen Ducati-Privatteams: Für 2026 stehen gewaltige Investitionen in der Größenordnung von 800.000 Euro an, weil die neue Panigale V4R kommt und sie sämtliches Material neu kaufen müssen. Fahrer, die starke Partner mitbringen, sind entsprechend willkommen. Aegerter hat stets betont, dass er in seinem fortgeschrittenen Alter keine Mitgift mehr bei einem Team abliefert. Das schließt aber nicht aus, zu versuchen, gemeinsam mit Go Eleven ein für potenziell interessierte Sponsoren reizvolles Paket zu schnüren – Ducati besitzt mehr Strahlkraft als jede andere Motorradmarke.
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Fixe Fahrer in der Superbike-WM 2026:Bimota: Alex Lowes (GB), Axel Bassani (I) Kawasaki: Garrett Gerloff (USA) BMW: Danilo Petrucci (I) Pata Yamaha: Andrea Locatelli (I) GRT Yamaha: Remy Gardner (AUS), Stefano Manzi (I) Aruba.it Ducati: Nicolo Bulega (I) Barni Ducati: Yari Montella (I) Motocorsa Ducati: Ryan Vickers (GB) Marc VDS Ducati: Sam Lowes (GB)
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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