Effenbert Liberty Racing: Bei Rückkehr droht Ärger
Das tschechische Team Liberty Racing plant die Rückkehr in die Superbike-WM. Dafür wurde ein Bild des Motorrades gefälscht, die Gläubiger stehen Schlange.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Der Abgang des Teams Effenbert Ducati 2012 war einer der peinlichsten in den letzten Jahren der Superbike-WM. Innerhalb weniger Monate wurde das Team von einer Siegermannschaft mit vier Piloten (Guintoli, Smrz, Berger, McCormick) zu einer Lachnummer heruntergewirtschaftet.
Werbung
Werbung
Nun wird auf der neu gestalteten Website www.liberty-racing.com vollmundig verkündet, "Team Effenbert Liberty Racing ist zurück". Über die eigene Rückkehr wird berichtet, als spräche ein Außenstehender über das Team. Es heißt, der Kanadier Brett McCormick (21) werde ab dem europäischen Saisonauftakt am 14. April im MotorLand Aragón eine BMW S1000RR pilotieren. Vorab wurde bereits ein Bild des Motorrades in Umlauf gebracht, wobei es sich aber um eine Fälschung handelt. Teamchef Mario Bertuccio hat zwar zwei 2012er-BMW aus der italienischen Meisterschaft gekauft, das veröffentlichte Bild zeigt aber das letztjährige Werksmotorrad von Marco Melandri, dem mit Hilfe eines Graphikprogramms das Effenbert-Design übergestreift wurde.
Was stimmt: Das Team hat einem Designer den Auftrag erteilt, zwei Motorräder zu bekleben. Ebenfalls richtig ist, dass es Kontakte zu Lorenzo Lanzi gab. Der Italiener war von den überstürzten Plänen Bertuccios aber wenig angetan und lehnte ab, erneut für die Chaostruppe zu fahren. Lanzi wurde gesagt, dass er ohne Roll-out geschweige denn Testfahrten in Aragón starten soll.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Sollte Liberty Racing wirklich ins Superbike-Fahrerlager zurückkehren, stehen die Gläubiger Schlange. Allen voran die ehemaligen Mechaniker. "Wir haben 2012 nur ein Drittel unseres Lohns erhalten, seit Donington nichts mehr", verriet ein ehemaliger Angestellter SPEEDWEEK.de. "Wir haben uns jetzt zusammengeschlossen. Sollte Bertuccio mit seinem Team zurückkommen, wollen wir bei WM-Promoter Dorna vorstellig werden. Wie ich höre, sind die Rechnungen bei der Dorna sowie Reifenausrüster Pirelli auch noch nicht bezahlt."
2011 kaufte Effenbert für einige Grands Prix Werbefläche bei LCR Honda, dem heutigen Team von Stefan Bradl. Auch diese wurde nicht bezahlt, weswegen es nie zu einer weiteren Zusammenarbeit kam.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.