Tim Reeves beendet Siegesserie von Ben Birchall

Von Helmut Ohner
Seitenwagen-WM

Acht Siege und acht Pole-Positions in den letzten acht Weltmeisterschaftrennen lautete die beeindruckende Bilanz von Ben Birchall vor dem WM-Lauf in Donington. Sein Landsmann Tim Reeves setzte dieser Serie ein Ende.

Das Training zum zweiten Lauf der Seitenwagen-Weltmeisterschaft entwickelte sich in Donington zu einer Wetterlotterie, bei der sich der vierfache Weltmeister Tim Reeves als Glücklichster erwies. Er holte sich mit seinem Beifahrer Gregory Cluze vor Ben und Tom Birchall die beste Startposition.

Das über 19 Runden führende Rennen entwickelte sich zu einem spannenden Duell zwischen Tim Reeves/Gregory Cluze und Ben und Tom Birchall. Reeves entschied den Sprint zur ersten Kurve für sich und setzte sich an die erste Position, knapp gefolgt von Birchall und Sean Hegarty.

Nach wenigen Runden setzte sich Birchall an die Spitze. Doch trotz eines neuen Rundenrekords von Birchall konnte sich Reeves wenig später wieder vor seinen britischen Landsmann setzen. Bis zum letzten Umlauf blieb die Reihenfolge unverändert und alles wartete auf den entscheidenden Angriff von Birchall, der auch nicht lange auf sich warten ließ, doch Reeves hielt dagegen und rettete einen knappen Vorsprung über die Ziellinie.

Mit dem Sieg von Reeves/Cluze ging die beeindruckende Serie von Ben und Tom Birchall ausgerechnet beim Heimrennen zu Ende. Das Brüderpaar war seit dem WM-Lauf in Assen Ende Juni ungeschlagen.

Für Jörg Steinhausen und Axel Kölsch verlief das Zeittraining äußerst unglücklich. Bei ständig wechselnden Bedingungen zwischen trocken und naß, hatte der Deutsche jedes Mal die falschen Reifen an seiner LCR BMW montiert. «Mein ehrgeiziges Ziel, die Pole-Position zu erreichen, habe ich knapp verpasst», scherzte Steinhausen über Platz 10 in der Startaufstellung.

Mit der gehörigen Wut im Bauch vollbrachte der zweifache Vize-Weltmeister aus Nümbrecht einen für seine Verhältnisse Traumstart und setzte sich nach dem ersten Umlauf an die vierte Stelle. Beim Versuch Hegarty zu überholen, drehte er sich ins Kiesbett. «Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir die Schnellsten und haben auf das Führungsduo aufgeholt. Schade, durch den Dreher haben wir viel Zeit verloren», konnte Steinhausen den Ärger über seinen Fehler nicht verhehlen. «In der letzten Runde konnte wir uns wenigstens noch den dritten Platz von Kurt Hock zurückerobern. Leider ging das Überholmanöver in der Schikane nicht ohne Feindberührung ab, was mir auch leid tut. In der Zielkurve waren wir dann beide zu spät auf der Bremse und mussten weit gehen. Ich hatte das bessere Ende für mich.»

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