Marius Hillebrand: Nach Lublin für Karriereschritt

Von Manuel Wüst
Marius Hillebrand

Marius Hillebrand

Marius Hillebrand wechselt von den Trans MF Devils Landshut zum Ekstraliga-Club nach Lublin in die höchste polnische Speedway-Liga, um dort in der U24-Liga zu fahren. SPEEDWEEK.com erklärte er die Hintergründe.

Die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 1. Polnische Liga feierte Marius Hillebrand in der abgelaufenen Saison mit den Trans MF Landshut Devils. Einen solchen Saisonverlauf hatte sich der Schwabe aus der Nähe von Tettnang nach den ersten Rennen in Daugavpils und Landshut nicht erwartet. «Die Saison hat für mich selbst schwierig begonnen. Die ersten zwei Rennen waren nicht gut und ich hatte mich eigentlich stärker eingeschätzt», blickte Hillebrand zurück. «Es hat einfach nicht funktioniert und ich habe mir dann Hilfe bei einem Mentaltrainer gesucht, das hat gut geklappt.»

Mit fortschreitender Saison und weiteren Rennen kam Hillebrand besser in Tritt und konnte sich steigern. «Auf einmal hat es funktioniert und die Kurve zeigte nach oben, auch wenn Rennen wie Cloppenburg und die DM in Stralsund dabei waren, wo es nicht ideal lief. Bei der U21-DM bin ich Dritter geworden. Ich habe den Finallauf angeführt, es dann aber übertrieben und hatte einen Aufsteiger, durch den Norick Blödorn und Lukas Baumann vorbeiziehen konnten.»

Auch in den Rennen der polnischen Liga zeigte sich Hillebrand stark verbessert und die Landshuter starteten ihren Siegeszug. «Nach der Niederlage in Oppeln ging es ab, das war echt der Hammer. Das Finale war dann das Nonplusultra – wer hätte gedacht, dass wir es schaffen, in die 1. Liga aufzusteigen? Ich bin Landshut sehr dankbar, dass sie mich in die 2. Liga geholt haben und ich dadurch einen Schritt nach vorne machen konnte», so der 21-Jährige, der sich dennoch entschlossen hat, die Devils zu verlassen.

Hillebrand, der am 8. Januar 22 Jahre alt wird, ist damit nicht mehr U21 und wird in der Liga als U24-Fahrer eingestuft. Aber gerade auf dieser Position sind die Landshuter gut besetzt, wie er berichtet: «Mit Landshut war eigentlich schon alles klar, aber ich wäre nur der dritte U24-Fahrer gewesen. Ich habe mit dem ACL und dem Teammanager gesprochen, dass es für mich am besten ist, in die U24-Ekstraliga zu wechseln. Für meine Entwicklung ist das die beste Entscheidung.»

Zur Saison 2022 wird für die Clubs der polnischen Ekstraliga, der höchsten polnischen Liga, eine U24-Ekstraliga eingeführt, um Talenten weitere Startmöglichkeiten und Förderungen zu ermöglichen. «Viele glauben jetzt, ich habe einen reinen Ekstraliga-Vertrag, aber dem ist nicht so», verriet Hillebrand im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Man muss einen solchen Vertrag haben, um in der U24-Ekstraliga starten zu dürfen. Klar habe ich mich einem Ekstraligaclub angeschlossen, aber für mich persönlich geht es darum, in der U24-Liga zu fahren und weiterzukommen. Im Endeffekt bin ich bei Lublin gelandet, weil mir beim Abschlusstraining vor Ort die Atmosphäre so gefallen hat. Der Club will, dass wir U24-Fahrer von den Top-Fahrern lernen können.»

Aus diesem Grund wird Hillebrand, der zum Engagement in Polen auch noch einen Ligavertrag in Schweden für Vargarna unterzeichnet hat, seinen Lebensmittelpunkt im kommenden Jahr nach Polen verlegen. Er wird dann dort wohnen und auch eine Werkstatt im Stadion haben. Wenn es mit der Saison und der Vorbereitung losgeht, sollen die Fahrer, die in der U24-Liga fahren, an das Team der höchsten polnischen Liga herangeführt und voll in die Vorbereitung des Ekstraligateams integriert werden.

«Die Chance besteht immer, dass wir auch mal als Reserve bei den großen Ekstraligarennen mit dabei sind und reinschnuppern können, blickt Hillebrand voraus. «Lublin gehört als Vizemeister in Polen zu den Top-Clubs. Wir werden Teil des Kaders und sind auch bei den Teambuildingmaßnahmen dabei. Im Dezember treffen wir uns zum Skifahren und dann werden die Werkstätten eingerichtet.»


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