Polnische Liga: AC Landshut wartet auf Auswärtssieg

Von Claudia Patzak
Kai Huckenbeck fuhr erneut sehr stark

Kai Huckenbeck fuhr erneut sehr stark

Trotz knapper 47:43-Niederlage bei Cellfast Wilki Krosno haben die Trans MF Landshut Devils alle Chancen auf den Bonuspunkt beim Rückrennen in der 1. Polnischen Speedway-Liga.

Obwohl die Trans MF Landshut Devils noch immer auf ihren ersten Auswärtssieg in der eWinner 1. Liga warten, haben sie am Samstag beim Tabellenzweiten Cellfast Wilki Krosno eine Leistung abgeliefert, die für das am Pfingstsonntag anstehende Rückrennen eine gute Ausgangsbasis schafft.

Zum Auftakt überraschten die Gäste die Gastgeber mit zwei 4:2 in Folge durch Kai Huckenbeck/Erik Riss und Norick Blödorn/Erik Bachhuber. Erst im dritten Heat konnte Krosno durch die beiden ehemaligen Devils-Bundesligafahrer Vaclav Milik und Andzejs Lebedevs den ersten Heatsieg landen.

Das Rennen ging relativ ausgeglichen weiter, wobei die Devils immer wieder Ausrufezeichen setzten. Etwa, als Kai Huckenbeck im 6. Lauf von außen den besten Start erwischte, nach innen zog und seine Führung mit Lebedevs am Hinterrad über die Runden rettete.

Erst in Heat 7 konnte Krosno seinen knappen Vorsprung auf 6 Punkte ausbauen, als Dimitri Bergé, der von Anfang an mit technischen Problemen gekämpft hatte, mit defekter Kupplung ausfiel. Doch schon im nächsten Heat verkürzten die Devils wieder auf nur 2 Punkte; diesmal profitierten sie vom Ausfall von Lebedevs bei den Gegnern.

Die Partie ging ausgeglichen weiter, in Heat 12 sah es zunächst so aus, als ob der Plan, mit Kai Huckenbeck als taktische Reserve für Valentin Grobauer und Norick Blödorn für Erik Bachhuber ein 5:1 gegen Krzysztof Sadurski und Rafal Karczmarz herauszufahren, aufgehen würde. Jedoch geriet Blödorn zu weit nach außen und machte Platz für Sadurski, sodass sich Landshut mit einem 4:2 begnügen musste.

Dennoch kämpfte die Mannschaft unvermindert weiter, ließ sich auch durch einen zwischenzeitlich auf acht Punkte angewachsenen Rückstand nicht entmutigen, verkürzte immer wieder und hatte dank eines 5:1 durch Mads Hansen und Dimitri Bergé in Heat 14 sogar noch die Chance auf ein Remis. Diese zerschlug sich jedoch mit dem 3:3 im 15. Durchgang, bei dem Kai Huckenbeck den führenden Vaclav Milik niedergerungen hatte, sodass letztlich ein 47:43 zu Buche stand.

Auch wenn das Ergebnis unterm Strich unbefriedigend aussehen mag, müssen sich die Devils mit ihrer Leistung nicht verstecken. Das Ergebnis fiel mit nur vier Punkten Unterschied weitaus knapper aus, als es viele vor dem Rennen erwartet haben. Die Devils haben am nächsten Sonntag (5. Juni, Start 18 Uhr) auf ihrer Heimbahn Hoffnung auf den Sieg, und bei ausreichender Punktedifferenz sogar auf den Bonuspunkt.

«Der Teufel steckte mal wieder im Detail», kommentierte Teammanager Klaus Zwerschina den Auftritt seiner Schützlinge. «Doch wir können mit erhobenem Haupt nach Hause fahren und freuen uns auf Pfingstsonntag. Bei so einer Topmannschaft wie Krosno kann man nur Zählbares mitnehmen, wenn alles zu 100 Prozent passt. Leider waren wir nur bei 95 Prozent, was aber die Teamleistung an sich nicht schmälern soll.»

Ergebnisse Polnische Speedway-Liga:

Cellfast Wilki Krosno, 47 Punkte:
Tobiasz Musielak: 2; 2; 2; 3; 1 – 10+2
Mateusz Szczepaniak: 3; 3; 3; 3; 1 – 13+1
Rafal Karczmarz: 0; 1; 0; 0 – 1
Vaclav Milik: 3; 3; 3; 1; 2 – 12
Andzejs Lebedevs: 2; 2; ex; 1; 0 – 5+1
Franciszek Karczewski: 2; 0; 1 – 3
Krzysztof Sadurski: 0; 1; 2 – 3+1
Kacper Szopa: 0

Trans MF Landshut Devils, 43 Punkte:
Kai Huckenbeck: 3; 3; 1; 2; 3; 3 – 15
Valentin Grobauer: 0; 0; 0 – 0
Erik Riss: 1; 0; 2; 0 – 3+1
Mads Hansen: 2; 2; 3; 0; 3; 0 – 10
Dimitri Bergé: 1; ex; 2; 2; 2 – 7+1
Norick Blödorn: 3; 1; 1; 1 – 6+2
Erik Bachhuber: 1; 1 – 2


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