Osterpokal Güstrow: Wurde Kai Huckenbeck betrogen?

Von Jan Sievers
Speedway

In einem Fotofinish wurde Zdenek Holub beim Osterpokal auf der Speedwaybahn in Güstrow vor Kai Huckenbeck als Sieger gewertet. Das sahen nicht alle im Stadion so.

Während in Wittstock und Pocking wegen des schlechten Wetters keine Rennen am Osterwochenende gefahren werden konnten, herrschten in Güstrow perfekte Bedingungen. Mehr als 3000 Zuschauer wollten beim Saisonauftakt in der Barlachstadt dabei sein und wurden nicht enttäuscht. In einem neuen System mit 20 Fahrern standen nach 20 Vorläufen die Teilnehmer der Halbfinales fest, in denen es um den Einzug in das alles entscheidende Finale ging.

Nach den Vorläufen führte Kai Huckenbeck die Punktetabelle vor Christian Hefenbrock, Zdenek Holub und Rasmus Jensen an. Die vier Punktbesten der Vorrunde waren am Ende auch die vier Finalteilnehmer. Ausgerechnet im Endlauf erwischte Blitzstarter Hefenbrock sein schlechtestes Wegkommen und konnte nur zusehen, wie die anderen drei um den Sieg kämpften. Der Tscheche gewann den Start vor Huckenbeck, der bis zum Schluss versuchte, einen Weg an ihm vorbei zu finden. In der letzten Kurve versuchte er auf der Außenbahn sein Glück. In einem Fotofinish überquerten beide nahezu zeitgleich die Ziellinie, Holub wurde in dieser Millimeter-Entscheidung jedoch als Sieger gewertet.


Wie wichtig Airfences sind, zeigte sich beim Sturz von Stanislav Melnychuk. Der Ukrainer knallte mit dem Kopf voraus beim Einbiegen in die Kurve in die Streckenbegrenzung. Sein Helm brach, das Motorrad war kurz und klein. Ohne Airfences wäre ein Genickbruch nicht unwahrscheinlich gewesen. Mit Luftkissenzaun schüttelte er sich kurz und konnte wieder aufstehen.

Der Osterpokal war der Auftakt zahlreicher hochklassiger Veranstaltungen in Güstrow. Bereits am kommenden Wochenende findet mit dem Best-Pairs-Rennen das Highlight statt, bei dem fast die gesamte Weltelite vertreten sein wird.

Ergebnisse Speedway Osterpokal Güstrow/D:

Vorläufe:

1. Kai Huckenbeck (D) 11 Punkte
2. Zdenek Holub (CZ) 10

3. Rasmus Jensen (DK) 10

4. Christian Hefenbrock (D) 10

5. Tobias Busch (D) 9

6. Kevin Wölbert (D) 7

7. Mathias Schultz (D) 7

8. Denis Gizatullin (RUS) 7

9. Roberto Haupt (D) 7

10. Michael Härtel (D) 6

11. Patrick Hougaard (DK) 6

12. Tobias Kroner (D) 5

13. Timo Lahti (FIN) 4

14. René Deddens (D) 4

15. Damian Drozdz (PL) 4

16. Robert Lambert (GB) 4

17. Martin S. Hansen (DK) 3

18. Mark Riss (D) 3

19. Erik Riss (D) 2

20. Stanislav Melnyczuk (UA) 1



1. Semifinale: 1. Huckenbeck, 2. Hefenbrock, 3. Busch, 4. Schultz


2. Semifinale: 1. Holub, 2. Jensen, 3. Wölbert, 4. Gizatullin


Finale: 1. Holub, 2. Huckenbeck, 3. Jensen, 4. Hefenbrock

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