Speedway-GP: Neues Punktesystem nicht mehr so fair

Von Manuel Wüst
Speedway-GP
Fredrik Lindgren hat neun Punkte mehr, als er nach altem System gehabt hätte

Fredrik Lindgren hat neun Punkte mehr, als er nach altem System gehabt hätte

Die Laufpunkte fließen seit diesem Jahr nicht mehr in die Gesamtwertung der Speedway-Weltmeisterschaft ein. SPEEDWEEK.com analysiert, wer vom neuen System profitiert.

Die ersten beiden Speedway-GP wurden am Wochenende in Breslau gefahren. Die aktuelle Zwischenwertung bietet die Gelegenheit, den WM-Stand nach altem und neuem Punktesystem zu vergleichen. Während bislang jeder erfahrene Punkt in die WM-Wertung einging, gibt es seit diesem Jahr fixe Punkte für die Plätze 1 bis 16.

Gravierende Unterschiede bringen die verschiedenen Wertungssysteme nicht hervor, wenn man auf die entscheidenden Platzierungen im Gesamtklassement blickt. Die Top-3 mit dem derzeitigen WM-Spitzenreiter Maciej Janowski aus Polen und den Verfolgern Artem Laguta und Tai Woffinden sind gleich. Ebenso sind die Fahrer in den Top-6 identisch, die sich automatisch für den Grand Prix 2021 qualifizieren.

Spannender wird es, wenn man die reinen Punkte vergleicht. Nach altem System hätte Artem Laguta statt sechs Punkten Rückstand auf den führenden Maciej Janowski nur drei. Ebenso wäre Tai Woffinden, der nach dem jetzt gültigen Wertungssystem wie Laguta 32 Punkte auf dem Konto hat, neun Punkte hinter Janowski und sechs hinter dem Russen.

Woffinden gehört neben Fredrik Lindgren zu den größten Profiteuren des neuen Systems. Die beiden fuhren in Breslau jeweils ins Finale, wo die Big-Points für die WM-Wertung vergeben werden, konnten aber nicht so viele Laufpunkte einheimsen, wie sie WM-Punkte mitnahmen. Der gravierendste Unterschied liegt beim Schweden, der durch das neue System satte neun Punkte mehr auf dem Konto hat, als er im alten gehabt hätte.

Das neue System unterstreicht natürlich die Bedeutung der K.O.-Läufe, da die Fahrer in den Top-Acht die Möglichkeit haben, mit einem guten Abschneiden im Halbfinale und Finale das Resultat zu verbessern. Im Gegenzug kann aber auch ein gutes Ergebnis nach den Vorläufen in nur einem Heat zunichte gemacht werden.

WM-Stand nach derzeitigem System:

1. Maciej Janowski (PL), 38 Punkte
2. Artem Laguta (RUS), 32
3. Tai Woffinden (GB), 32
4. Fredrik Lindgren (S), 30
5. Bartosz Zmarzlik (PL), 27
6. Leon Madsen (DK), 18
7. Gleb Chugunov (RUS), 16
8. Emil Sayfutdinov (RUS), 15
9. Niels-Kristian Iversen (DK), 14
10. Patryk Dudek (PL), 13
11. Max Fricke (AUS), 12
12. Matej Zagar (SLO), 12
13. Martin Vaculik (SK), 12
14. Mikkel Michelsen (DK), 11
15. Jason Doyle (AUS), 8
16. Antonio Lindbäck (S), 2

WM-Stand nach altem System:

1. Maciej Janowski (PL), 36 Punkte
2. Artem Laguta (RUS), 33
3. Tai Woffinden (GB), 27
4. Bartosz Zmarzlik (PL), 25
5. Fredrik Lindgren (S), 21
6. Leon Madsen (DK), 20
7. Emil Sayfutdinov (RUS), 17
8. Martin Vaculik (SK), 15
9. Gleb Chugunov (RUS), 14
10. Niels-Kristian Iversen (DK), 14
11. Patryk Dudek (PL), 12
12. Mikkel Michelsen (DK), 12
13. Max Fricke (AUS), 10
14. Matej Zagar (SLO), 10
15. Jason Doyle (AUS), 8
16. Antonio Lindbäck (S), 2

Die größten Differenzen:

Fredrik Lindgren (S), +9 Punkte im neuen System

Tai Woffinden (GB), +5

Maciej Janowski (PL), Bartosz Zmarzlik (PL), Gleb Chugunov (RUS), Max Fricke (AUS), Matej Zagar (SLO), +2

Patryk Dudek (PL), +1

Niels-Kristian Iversen (DK), Jason Doyle (AUS), Antonio Lindbäck (S), +/- 0

Artem Laguta (RUS), Mikkel Michelsen (DK), -1

Leon Madsen (DK), Emil Sayfutdinov (RUS), -2

Martin Vaculik (SK), -3

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