Sandro Cortese: «In Doha geht’s um alles oder nichts»

Von Ivo Schützbach
Sandro Cortese ist zuversichtlich

Sandro Cortese ist zuversichtlich

In der Euphorie um den Titelkampf in Argentinien ging beinahe unter, dass Sandro Cortese bereits ein Rennen vor dem Ende der Supersport-WM als Vizeweltmeister feststeht. «Ich will den Titel», so der Yamaha-Pilot.

Die Ausgangslage vor dem letzten Supersport-Rennen in Katar am 27. Oktober ist einfach: Kommt Sandro Cortese vor Jules Cluzel ins Ziel, ist er Weltmeister. Gewinnt Cluzel das Rennen und Cortese wird Zweiter, ist der Schwabe ebenfalls Weltmeister. Es darf sich nur keiner zwischen die beiden schieben, sonst holt der Franzose nach drei zweiten Rängen seinen ersten Titel. Und wenn sie weiter hinten im Feld landen, darf Cluzel maximal fünf Punkte mehr holen als Cortese, damit dieser Champion wird.

«Vor der Saison habe ich nicht vom Titel geredet, aber wenn ich jetzt mit sechs Punkten Vorsprung nach Doha gehe, dann will ich natürlich auch gewinnen», erzählte Cortese SPEEDWEEK.com. «Ich gehe das letzte Rennen mit einer gewissen Ruhe an, ich weiß was ich kann, und Doha ist eine der Strecken, die ich liebe.»

Fährst du in Doha auf Sieg? «Man muss immer die Situation abwiegen», meinte der 28-Jährige. «Es gibt einen Mahias und einen Caricasulo, die stark sind, da kann man nichts berechnen. Wenn du in einer Vierer-Gruppe an der Spitze fährst, dann musst du auch im letzten Rennen auf Angriff fahren. Ein paar Rennen dieses Jahr hätten besser laufen können, insgesamt war es aber eine sehr gute erste Supersport-Saison.»

Während Cortese in allen bisherigen elf Rennen punktete, zweimal gewann und siebenmal auf dem Podium stand, hat Cluzel fünf Siege, aber auch zwei Nullrunden vorzuweisen. Pikanterweise wurde jene in Portimao von Cortese verursacht, als er stürzte und den Franzosen mitriss. Während der Deutsche weiterfahren konnte und noch Fünfter wurde, war das Rennen für Cluzel mit lädiertem Lenkerstummel beendet.

«So ist Racing», hielt Cortese fest. «Wenn ich in Assen nicht Sechster oder in Imola nicht Vierter geworden wäre, und ein paar Punkte mehr geholt hätte, würde es auch anders aussehen. Klar, er fuhr die letzten zwei Rennen sehr stark, aber am Ende wird zusammengerechnet.»

2012 bist du Moto3-Weltmeister geworden, Cluzel hat noch nie eine Meisterschaft gewonnen. Wird dir diese Erfahrung im entscheidenden Moment helfen? «Damals war es anders», überlegte das Yamaha-Ass aus dem Kallio-Team. «Damals waren noch drei Rennen zu fahren, dieses Mal sind es sechs Punkte Vorsprung vor dem letzten Rennen. Da geht es um alles oder nichts. Aber ich mache mir deshalb keinen Druck, ich bin eine super Saison gefahren. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich den Titel nicht gewinnen will. Aber das gibt mir trotzdem eine gewisse Ruhe, ich weiß, dass ich in Doha schnell bin. Die Strecke kommt meinem Fahrstil entgegen, aber im Rennsport kann alles passieren. Das Wichtigste ist: Ich führe mit sechs Punkten und er muss erst mal schneller fahren als ich.»

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