Yamaha auf der Hut: Dominanz in Supersport-WM wackelt

Von Kay Hettich
Supersport-WM
2019 wurde das komplette Podium zu häufig nur von Yamaha eingenommen

2019 wurde das komplette Podium zu häufig nur von Yamaha eingenommen

Die Startaufstellung der Supersport-WM wird seit Jahren von Yamaha dominiert, drei Mal in Folge wurde die Fahrerweltmeisterschaft gewonnen. Warum der Wettbewerb in der Saison sehr wahrscheinlich ausgeglichener sein wird.

Seit drei Jahren dominiert Yamaha die Supersport-WM und gewann nacheinander mit Lucas Mahias (2017), Sandro Cortese (2018) und Randy Krummenacher (2019) sowohl Fahrer- und Herstellerwertung.

Für die anderen Hersteller blieben nur Krümmel über. MV Agusta wartet seit Phillip Island 2017 (Roberto Rolfo) auf den nächsten Sieg, bei Honda dauert die Durststrecke schon seit Katar 2016 an. Einzig Kawasaki war neben Yamaha in der Saison 2019 siegreich – in Magny-Cours und Katar durch Lucas Mahias.

Erstaunlich: Seit Misano holte Mahias 118 Punkt und damit bedeutend mehr als Krummenacher (78) oder Caricasulo (89)!

Für 2020 werden die Karten neu gemischt und es deutet sich an, dass die Dominanz von Yamaha bröckelt. Weltmeister Randy Krummenacher verstärkt MV Agusta, Vizeweltmeister Federico Caricasulo steigt in die Superbike-WM auf. Kawasaki ist nicht erst seit den zwei Mahias-Siegen im Aufwind, der Franzose fuhr schon seit Saisonmitte konstant aufs Podium.

Bei Yamaha ist man sich bewusst, dass der vierte WM-Titel in Folge kein Selbstgänger wird. «Wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen», mahnte Rennchef Andrea Dosoli. «Wir haben registriert, wie stark Mahias in der zweiten Saisonhälfte war, und ich gehe davon aus, dass er nächstes Jahr noch stärker sein wird. Das bedeutet, dass wir über den Winter hart arbeiten müssen, um sicherzustellen, dass wir dasselbe tun. Ein verstärkter Wettbewerb ist jedoch zu begrüßen, da er die bereits hart umkämpfte Meisterschaft stärkt. "

Aushängeschild des Herstellers mit der Stimmgabel im Logo wird im nächsten Jahr zum derzeitigen Stand Jules Cluzel vom GMT94-Team. Der Franzose war in den vergangenen sieben Saisons drei Mal Vizeweltmeister, drei Mal WM-Dritter und wurde ein Mal WM-Vierter. Der 31-Jährige ist überzeugt: Sein größter Triumph steht noch bevor.


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