Der Champion ist zurück: Sieger Randy Krummenacher
Das erste Rennen mit seinem neuen Supersport-WM-Team CM Yamaha – und einer der wichtigsten Siege in seiner Karriere: Randy Krummenacher war der Triumphator im chaotischen ersten Barcelona-Rennen.
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Am 23. Juni 2019 hatte Randy Krummenacher letztmals einen WM-Lauf gewonnen, im selben Jahr wurde der Schweizer mit dem Team Bardahl Evan Bros Yamaha Champion. An seiner Seite: Crew-Chief Manuel Cappelletti und Datenspezialist Alessandro Alvisi.
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2020 startete der heute 31-Jährige für MV Agusta – und trennte sich nach dem ersten Event in Australien vom Team, weil das Motorrad nicht den Regeln entsprach. Die restliche Saison musste Krummi zuschauen, für 2021 unterschrieb er bei EAB Racing von Ferry Schoenmakers. Dem rührigen Niederländer galten Randys erste Dankesworte, als er sich kurz nach der Siegerehrung mit SPEEDWEEK.com traf. Denn er war es, der Krummenacher nach Magny-Cours empfahl ins Team CM Yamaha zu wechseln, wo er wieder mit seinen alten Weggefährten Cappelletti und Alvisi arbeiten kann. "Ferry wollte das Beste für mich und hat zu dieser Idee einen großen Teil beigetragen", erzählte der sichtlich gerührte Schweizer. "Ich danke meinen Sponsoren, die immer da waren und nie gezweifelt haben. Und meiner Familie, die mich im Privatleben vielmals frustriert erleben musste."
In der zweiten Runde setzte auf dem Circuit de Catalunya der Regen ein, mit Boxenstopp und anschließend abtrocknender Strecke war es ein chaotisches Rennen. Und eines, in dem sich die ganze Klasse des ehemaligen Weltmeisters Krummenacher zeigte, der an gleicher Stelle 2007 seinen einzigen GP-Podestplatz eroberte, als er für Red Bull KTM in der 125er-Klasse Dritter wurde.
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Bis auf zwei Piloten kamen am Ende der zweiten Runde alle zum Reifenwechsel an die Box, in der siebten Runde übernahm Randy auf Intermediates die Führung und gab diese bis zum Fallen der schwarz-weiß-karierten Flagge nicht mehr ab. Doch Jubel sahen wir vorerst keinen von ihm.
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"Es war so verwirrend", hielt der 7-fache Laufsieger fest. "Sie zeigten mir 15 Sekunden Vorsprung an und auf einmal hörte ich die MV. Ich dachte mir, nein, das kann nicht sein. Und der ging einfach an mir vorbei, ich hatte null Chance. Ich dachte mir, nein, nein, nein. Der Marshal zeigte das Schild mit der 1 für Tuuli und nachher sofort die Flagge. Ich fragte mich, ob es fertig ist. Ich wollte auf keinen Fall etwas Falsches machen. Dann sah ich mich im letzten Sektor auf dem Monitor, sah 18 von 18 Runden – okay, passt, gewonnen!"
"Das war ein verrücktes Rennen", unterstrich Krummenacher, der von Startplatz 2 kam. "Beim Pitstop haben wir ein paar Sekunden liegenlassen und ich war ein bisschen sauer. Ich hatte dann aber gleich ein super Gefühl, als ich wieder auf die Strecke ging. Ich war viel schneller, habe den Öttl überholt, dann den Odendaal. Irgendwann wurde mir Zweiter angezeigt, dann Erster, aber ich hatte keine Ahnung, was vor sich geht. Dann sah ich +4 sec, +6 sec. Das Einfachste war für mich, weiter zu pushen. Ich ging nicht vom Gas. Es ist schwierig konzentriert zu bleiben, weil dann kommen die Emotionen hoch. Ein Sieg ist ein Sieg – und einen Sieg habe ich mehr gebraucht als je zuvor."
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