Stefano Manzi aus dem Team Ten Kate ist Yamahas stärkster Fahrer in der Supersport-WM 2023. In Barcelona wurde der Italiener in beiden Rennen bestraft und verlor deshalb den zweiten WM-Rang.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Nach den ersten drei Events auf Phillip Island, in Mandalika und Assen sowie auch während des Barcelona-Wochenendes gab es heftige Diskussionen wegen der Balance-Regel. Anlass waren die starken Leistungen von Ducati, der Hersteller aus Borgo Panigale gewann fünf der ersten sechs Rennen – vier durch Nicolo Bulega und eines mit Federico Caricasulo. Nur Kawasaki-Pilot Can Öncü konnte mit seinem Sieg in Indonesien die Statistik von Ducati trüben.
In Barcelona sah es anfänglich nach einem weiteren Durchmarsch von Bulega aus. In der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 am Freitag lag er unfassbare 0,747 sec vorne, Startplatz 1 eroberte er im Qualifying am Samstagmorgen dann "nur noch" mit 0,274 sec Vorsprung.
Im ersten Rennen setzte sich Bulega knapp gegen Marcel Schrötter durch und sackte seinen fünften Saisonsieg ein. Im zweiten Rennen, in dem wir einen Doppelsieg der MV-Agusta-Piloten Bahattin Sofuoglu und Schrötter sahen, rollte der Italiener wegen einem defekten Elektrikbauteil auf Platz 4 liegend aus.
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In beiden Rennen kreuzte Stefano Manzi als erster Yamaha-Fahrer die Ziellinie. Doch in Lauf 1 bekam er eine Drei-Sekunden-Strafe wegen Abkürzens und fiel damit in der Wertung vom dritten auf den sechsten Platz zurück. Im zweiten Rennen wurde Manzi vom zweiten auf den dritten Platz strafversetzt, weil er in der letzten Runde das Grün befahren hatte.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Der WM-Stand nach Barcelona: 1. Bulega, 152 Punkte, 2. Schrötter 119, 3. Manzi 116.
Am Freitag und Samstag kochten die Emotionen bei Yamaha in Barcelona hoch, weil die R6 gegenüber den Ducati und MV Agusta deutliche Nachteile hatte. Nach seinem Podestplatz am Sonntag war Manzi etwas besänftigt. "Dass ich über das Grün fuhr, hatte ich nicht gemerkt" erzählte der 24-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Letztlich war es ein gutes Rennen, wir konnten uns nach einem sehr schlechten Wochenende zurückmelden. Im Qualifying strauchelten wir. Das macht es für mich sehr schwer, denn in der jetzigen Situation ist es schwierig, alle zu überholen. Wenn wir allein fahren, ist unser Rückstand groß. Wenn wir Windschatten haben, ist es fair. Aber die anderen können viel besser beschleunigen, weil sie deutlich mehr Drehmoment haben. Sie können dadurch auch Fehler besser kompensieren. Wenn ich einen Fehler mache, verliere ich eine Sekunde – sie 0,2. Die großen Bikes lassen sich auch leichter fahren – ich weiß das sehr gut, ich saß letztes Jahr auf einem."
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"Die Balance ist nicht so schlecht", räumte Manzi ein. "Ich sagte meinem Team aber vom ersten Rennen an, dass MV Agusta die kraftvollsten Bikes hat. Sie hatten in den ersten Rennen eventuell einige Probleme. Jetzt haben sie sich mit dem Chassis und dem Turning verbessert und sich deutlich gesteigert. In der Beschleunigung vom Kurvenausgang bis 200 km/h ist die Balance-Regel nicht sehr fair."
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