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Marcel Schrötter (Ducati) beklagt zwei Baustellen
Von Startplatz 17 konnte Marcel Schrötter beim Supersport-Meeting in Cremona keine Top-Ergebnisse erwarten, doch ohne zwei gravierende Probleme wäre für den WRP-Ducati-Piloten mehr drin gewesen.
Supersport-WM
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Es ist immer noch ungewohnt, dass das Qualifying der Supersport-Kategorien bereits am Freitag stattfindet. Die Teilnehmer fahren daher nach nur einem freien Training die Startplätze aus, der für das Rennergebnis entscheidend sein kann. Für Marcel Schrötter, dessen Ducati-Team WRP im Winter zu Fahrwerkshersteller K-Tech wechselte, ist das seit 2024 gültige Format ein eklatanter Nachteil, denn die Abstimmungsdaten müssen an jeder Rennstrecke von Grund auf neu erarbeitet werden. Der bescheidene 17. Startplatz in Cremona erklärt sich auch damit.
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Dass der Bayer im Warm-up am Samstag in Kurve 8 stürzte, machte seine Aufgabe im ersten Rennen nicht leichter – es reichte für ein solides Top-10-Finish. "Es ist generell nicht gut, den Renntag mit einem Sturz zu beginnen, besonders in unserer schwierigen Situation, in der jede Runde zählt", ärgerte sich Schrötter. "Jeder Sturz wirkt sich auf das Selbstvertrauen aus, das nicht leicht wiederherzustellen ist. Gleichzeitig musste ich alles versuchen, um aus der sechsten Reihe aufzuholen, sobald die Startampel ausging. Doch wenn man sich nicht besonders gut fühlt, ist es immer eine heikle Aufgabe, Plätze gutzumachen. Daher denke ich, dass es ein solides Rennen war, in dem ich von Platz 17 auf zehn nach vorn fuhr." Der Rennverlauf am Sonntag war ähnlich. Schrötter fuhr mit einer Gruppe mit Anschluss bis Platz 6, musste sich aber aufs Hinterherfahren beschränken und kreuzte als Elfter die Ziellinie, keine zwei Sekunden hinter dem Sechsten. "Im Vergleich zu stärkeren Jungs wie Bo Bendsneyder oder anderen, die ich direkt vor mir hatte, fühlte ich mich stärker. Aber im weiteren Verlauf des Rennens fehlte mir auf den Geraden einfach der Speed, um Überholmanöver zu starten, während ich selbst oft überholt wurde, was es schwierig machte", erklärte der 32-Jährige. "Am Anfang, als ich noch genug Grip hatte, konnte ich viel kompensieren, indem ich in den Kurven und am Ausgang schneller und stärker war. Aber sobald der Grip nachließ, war es vorbei. Am Anfang hingegen waren mir viele Gegner im Weg, aber sobald sie das Gas aufdrehten, waren sie weg. Die Motorleistung ist manchmal ein entscheidender Faktor. Bei der ersten Analyse des Rennens wurde deutlich, dass ich meist nur hinterhergefahren bin."
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Schrötter hat das Fahren nicht verlernt und legt den Finger in die Wunde. "Wir sind uns unserer Schwachstellen sehr bewusst, an denen wir arbeiten und die wir hoffentlich bald verbessern werden. Ich bin sicher, dass wir um das Podium kämpfen werden, wenn wir uns in zwei Bereichen verbessern. Das Motorrad ist großartig, aber leider nicht in der Situation, in der wir es momentan haben. Deshalb machen wir uns das Leben selbst schwer", weiß der Bayer. "Trotzdem möchte ich meinen Jungs ein großes Lob aussprechen, denn jeder gibt sein Bestes und lässt nichts unversucht, um zu sehen, wie wir uns verbessern können."
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