Die Woche der Wahrheit

Kolumne von Bernd Hiemer
Supermoto-S1-WM
Bernd Hiemer verzichtet auf das Saisonfinale

Bernd Hiemer verzichtet auf das Saisonfinale

In der Zeit seit dem Cahors-Unfall habe ich so viel wie möglich trainiert und alles gemacht, um die Genesung zu fördern.

In der vergangenen Woche konnte ich im Red-Bull-Trainingscenter in Thalgau/A erstmals eine komplette Trainingswoche absolvieren. Jeden Tag Minimum drei Stunden Ausdauertraining, plus zusätzliches Reaktions-, Koordinations-, Konzentrations- und Gleichgewichtstraining. Das war ganz schön hart. Aber im Verlauf der Woche waren bereits erste Fortschritte zu erkennen.

Am Freitag stand der abschliessende medizinische Check an. Ich weiss nicht, ob ich mich über das Ergebnis freuen soll. Die Genesung verlief bisher zwar sehr gut. Der Bruch im Becken ist gut mit Kallus durchbaut und fast ausgeheilt. Ich kann mittlerweile wieder fast alles machen – mit der Betonung auf «fast». Meine Situation wurde mit den Ärzten im Trainingscenter ausführlich besprochen. Die Genesung ist soweit gut verlaufen, und unter normalen Umständen wird das Becken den Belastungen und Bewegungen wieder standhalten. Sollte es aber zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Sturz kommen, ist ein erneuter Bruch des Beckens nicht unwahrscheinlich. Es wäre dann nicht nur die Reha umsonst gewesen, sondern es würde mich auch acht Trainingswochen der Vorbereitung auf die Saison 2011 kosten.

So gerne ich auch das Finale in Salou/E gefahren wäre, das Risiko einer erneuten Verletzung ist mir zu gross, und daher verzichte ich auf die letzten drei Saisonrennen. Ein Start wäre ohnehin nur des Spasses wegen gerechtfertigt gewesen, da ich nur den vor mir fünftplatzierten Ivan Lazzarini noch überholen hätte können.

2011 habe ich viel vor und will mit 100-prozentiger Fitness wieder voll angreifen. In den nächsten zwei bis drei Wochen werden die Weichen für die kommende Saison gestellt, ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Momentan überwiegt das Gefühl, die Stimmung und Atmosphäre des Saisonfinales zu verpassen. Das letzte Rennen, bevor es in die Winterpause geht, war für mich immer etwas Besonders. An der Stelle wünsche ich den vielen Freunden und Kollegen, die ich jetzt für längere Zeit nicht mehr sehe, viel Spass und Erfolg und ein spannendes Saisonfinale 2010!

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