Ken Roczen (HRC): Schadensbegrenzung in San Diego

Von Thoralf Abgarjan
Supercross-WM

Obwohl es im Finale von San Diego nicht perfekt für Ken Roczen (Honda) lief, konnte der Thüringer das 'redplate' des WM-Führenden verteidigen. In dieser Woche kehrt Roczen in seine Wahlheimat Claremont (Florida) zurück.

Ab dem nächsten Rennen wechselt die Supercross-WM an die Ostküste, nach Tampa in Florida. Ken Roczen konnte seine WM-Führung in San Diego knapp verteidigen und führt mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt vor Eli Tomac (Kawasaki).

Das Duell Tomac gegen Roczen ging in San Diego in seine nächste Runde. Was in den ersten 6 Rennen der Saison deutlich wurde: Roczen hat den Speed der Spitze und insgesamt sehr gute Startqualitäten, auch wenn sein Start ins Finale von San Diego nicht perfekt verlief.

In den letzten Rennen wurde auch deutlich, dass der Deutsche in diesem Jahr stärker auf Sicherheit setzt. Die Erfahrungen der beiden schweren Verletzungen waren an dieser Stelle möglicherweise ausschlaggebend. Wenn Tomac hinter Roczen auftaucht, leistet Roczen kaum Gegenwehr. In San Diego war das gut zu beobachten. Roczen war für Tomac sehr leichte Beute. Danach nahm er sich Justin Barcia auf Rang 5 vor. Barcia leistete viel mehr Widerstand als Roczen, konterte mehrfach und gab sich nicht damit zufrieden, dass ihn 'ET3' einfach so kassieren wollte.

Roczen gegen Tomac, dieses Duell hat Geschichte. In guter Erinnerung ist das Motocross der Nationen 2013 im Talkessel von Teutschenthal. Tomac war auf Rang 2 etwas schneller als der Deutsche, aber Roczen wehrte jedes Überholmanöver von Tomac ab, wechselte die Linien und gewann so am Ende das Rennen. Diese kompromisslose Entschlossenheit ist in diesem Jahr bei Roczen nicht in dem Maße erkennbar. Ob das jedoch als Nachteil zu werten ist, kann bezweifelt werden, denn bei einer Meisterschaft über 17 Rennen ist vor allem Konstanz gefragt. Ken Roczen macht bislang alles richtig.

Der 6. WM-Lauf in San Diego war zugleich die Veranstaltung 'Military Appreciation', bei der die Athleten der US-Navy ihren Respekt zollen. Roczen rückte in den Farben rot, weiß und gelb aus, wie sie auch vom US-Militär verwendet wird.

«Der Tag begann gut», resümiert Roczen. «Im Vorlauf hatte ich einen guten Start und gewann das Rennen. Im Finale klappte der Start leider nicht ganz so gut. Ich wurde in den ersten beiden Kurven in die Zange genommen und habe zu Beginn des Rennens gleich mehrere Plätze verloren. Dadurch wurde es ein schwieriges Finale. Ich hing hinter Justin Barcia fest und bin in der Phase auch nicht besonders gut gefahren. Dadurch konnte Tomac die Lücke schließen und an mir vorbeigehen. Wir haben in dieser Phase den Anschluss an die Spitzenleute verloren. Am Ende war Rang 6 reine Schadensbegrenzung an Tagen, die man eigentlich nicht so gerne hat. Es ist trotzdem gut, dass wir jetzt mit dem 'redplate' an die Ostküste gehen. Die Saison wird noch lang.»

Roczen freut sich jetzt darauf, wieder in seine Wahlheimat nach Clairmont in Florida zurückzukehren. «Seit Dezember habe ich mich in Kalifornien aufgehalten, um von dort aus die Rennen an der Westküste zu bestreiten. Ich freue mich schon auf Florida.»

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