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Adam Cianciarulo beendet mit 27 seine Karriere

Von Thoralf Abgarjan
Adam Cianciarulo beendet seine Karriere

Adam Cianciarulo beendet seine Karriere

Nach dem Ende der Supercross-Saison im Mai wird Kawasaki-Werksfahrer Adam Cianciarulo seine Karriere beenden. Cianciarulo galt als Supertalent, dessen Karriere immer wieder durch Verletzungen ausgebremst wurde.

Das Karriereende von Adam Cianciarulo ist diese Art von Tragik, die dieser Sport in besonderer Weise hervorbringen kann. Cianciarulo galt als Supertalent. Jedesmal, wenn man glaubte, dass der Knoten endlich geplatzt ist und er sein Talent in messbare Erfolge ummünzen kann, folgte der nächste Tiefschlag. Seine Karriere war geprägt von Höhenflügen, denen in stetiger Regelmäßigkeit Abstürze folgten. Ungezählte Verletzungen warfen das zweifellos vorhandene Talent immer wieder zurück.

Wenn die US-Supercross-Saison im Mai zu Ende geht, wird Cianciarulo seine professionelle Karriere endgültig beenden. Ausschlaggebend dürfte der Zwischenfall nach dem Start zum ersten Finale in St. Louis gewesen sein, wo er nach dem Startcrash humpelnd die Strecke verließ und danach nicht erneut starten konnte.

20 Jahre lang fuhr Cianciarulo für Kawasaki. Er begann mit Team Green im Amateurlager, wurde in der 250er Klasse von Pro Circuit Kawasaki weiter aufgebaut und startete während der letzten 4 Jahre als Kawasaki-Werksfahrer in der 450er Klasse. Als Amateur holte er 11 Meisterschaften in den Minibike-Klassen von Loretta Lynn.

Als Profi holte er 2014 bei seinen ersten fünf Supercross-Starts drei Siege und zwei Zweitplatzierungen. 2019 wurde er US-Champion der 250er Klasse im Motocross. Trotz vieler Rückschläge erzielte er zwei 450MX-Siege und elf SMX-Podiumsplätze.

«Ich war sieben Jahre alt, als ich bei Kawasaki angefangen habe», erklärte Cianciarulo. «Von meiner Amateurkarriere beim Team Green über die Profikarriere und meine Zeit in der 250er-Klasse bei Pro Circuit bis hin zu den letzten vier Jahren als Werksfahrer fuhr ich für diese eine Marke. Hier stehen wir nun 20 Jahre später und ich bin stolz auf unsere gemeinsamen Erfolge. Durch die Höhen und Tiefen, die in diesem Sport unvermeidlich sind, war Kawasaki mehr als nur Partner und Sponsor. Sie haben mich immer wie eine Familie aufgenommen und mir den Rücken freigehalten, auch wenn die Zukunft ungewiss war. Deshalb möchte ich in der Stunde meines Abschieds Kawasaki meinen tiefsten Dank für ihren Glauben an mich und ihr unermüdliches Engagement aussprechen. Es war eine Ehre und ein Privileg, eine so ikonische Marke repräsentieren zu dürfen. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden und meine Liebe zum Rennsport ist stärker als je zuvor», erklärte der 27-Jährige.

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