Premierensieg für Richard Cooper beim North West 200

Von Helmut Ohner
Supertwin-Podium 1:Pierre Yves Bian, Richard Cooper, Paul Jordan

Supertwin-Podium 1:Pierre Yves Bian, Richard Cooper, Paul Jordan

Von der Pole-Position holt sich Richard Cooper (Kawasaki) den Sieg im ersten Supertwin-Rennen. Dahinter gelingt dem Franzosen Pierre Yves Bian die große Überraschung, der die Lokalmatadore hinter sich lässt.

Am Dienstagabend sah sich der Veranstalter gezwungen das erste Rennen der Supertwins abzusagen. Einerseits war die Sicherheit wegen des Regens nicht gewährlistet und die Sicht wegen der dunklen Wolken zu schlecht, andererseits musste die Straße wieder zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden und das schien äußerst unwahrscheinlich im Fall das Rennen hätte länger gedauert als gedacht.

Einige Piloten, allen voran Sieganwärter Jeremy McWilliams, zeigten sich wenig begeistert von der Entscheidung. Sie vermuteten, dass sich viele ihrer Kollegen, die unter diesen aus ihrer Sicht zu gefährlichen Bedingungen nicht fahren wollten, für die Absage stark gemacht hatten. Weil sich der Organisator dazu entschlossen hatte, den Lauf am Samstagvormittag durchzuführen, legten sich die Wogen schnell wieder.

Bei optimalen Bedingungen machen sich die Fahrer bereit, den Renntag zu beginnen. Die erste Startreihe bilden Richard Cooper, der von Ryan Farquhar kurzfristig für diese Klasse verpflichtet wurde, der französische IRRC-Supersport-Gesamtsieger Pierre Yves Bian und Paul Jordan. Dahinter lauert der Sieganwärter Jeremy McWilliams. Julian Trummer fehlt, er darf als Neuling nur drei Rennen pro Tag fahren und der Österreicher hat sich für die beiden Superbike-Rennen und den Lauf der Supersport-Kategorie entschieden.

Cooper erwischt den besten Start vor Bian, vor York-Corner schiebt sich Jamie Coward an die dritte Stelle. Michael Dunlop verspielt die Chancen auf den Sieg, weil er beim University-Corner in den Notausgang donnert. Als es zum ersten Mal nach Portrush geht, hat sich Cooper bereits von seinen Verfolgern abgesetzt. Am Ende der ersten Runde führt er fast fünf Sekunden vor Lee Johnston, Bian, Paul Jordan, Coward und McWilliams.

Hinter Cooper entwickelt sich ein spannendes Rennen um den zweiten Platz. Auf den langen Geraden hat Johnston offensichtlich Mühe, das Tempo seiner Konkurrenten zu halten. In den Bremszonen schafft er es wieder die Lücke zu schließen. Mittlerweile haben Dunlop und Adam McLean aufgegeben, der Viertschnellste des Trainings, Joe Loughlin, musste sein Motorrad bereits vor dem Start zur Seite schieben.

Obwohl bereits über acht Sekunden in Führung, denkt Cooper nicht daran, nachzulassen. Mit 4:49,407 Minuten auf dem über 14 Kilometer langen Kurs, der die Städte Portstewart, Coleraine und Portrush verbindet, verbessert er den Rundenrekord von Martin Jessopp um über drei Sekunden. Bian kämpft dahinter verbissen um den zweiten Platz. Er versteht es, die Schnelligkeit seines Motorrades auszunützen.

Bevor es in die vierte und letzte Runde geht, hat sich Jordan vor Bian gesetzt. McWilliams versucht verzweifelt den Anschluss an das Duo zu finden, muss sich allerdings der Angriffe von Johnston und Coward erwehren.

Nach vier Runden wird Cooper mit großem Vorsprung abgewunken. Für den Briten ist es der erste Sieg beim North West 200. Bian schafft es tatsächlich, sich Jordan, der durch eine kürzlich gebrochene rechte Hand gehandicapt ist, vom Hals zu halten. Der Dreikampf um den vierten Platz geht an Johnston vor McWilliams und Coward. Michael Sweeney, Christan Elkin, Michael Rutter und Peter Hickman vervollständigen die Top-10.

Ergebnis Supertwin 1
1. Richard Cooper (GB), Kawasaki. 2. Pierre Yes Bian (F), Paton, 8,413 sec. zur. 3. Paul Jordan (NI), Kawasaki, +8,698 sec. 4. Lee Johnston (NI), Aprilia. 5. Jeremy McWilliams (NI), Paton. 6. Jamie Coward (GB), Kawasaki. 7. Michael Sweeney (IRL), Kawasaki. 8. Christian Elkin (NI), Kawasaki. 9. Michael Rutter (GB), Paton. 10. Peter Hickman (GB), Aprilia. Schnellste Runde: Copper in 4:49,407 min.

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