Dirk Adorf mit schnellster Zeit am Ring

Von Guido Quirmbach
Fuhr die schnellste Zeit des Wochendendes: Dirk Adorf im Ford GT

Fuhr die schnellste Zeit des Wochendendes: Dirk Adorf im Ford GT

Ford vor Porsche und Audi. Ergebnis noch vorläufig.

Grosse Spannung vor dem Abschlusstraining zu den 24 Stunden am Nürburgring. Es war trocken, dementsprechend war klar, dass die Zeiten vom nassen, ersten Zeittraining (Schnellster war Emmanuel Collard im Manthey-Porsche) wertlos waren.

Dichtes Gedränge gab es in der ersten Kurve bereits 20 Minuten vor Trainingsbeginn. Denn die Gruppen SP7, SP8 und SP9 durften drei Minuten früher auf die Zeitenjagd als der Rest der Teilnehmer und wurden auf der Strecke aufgestellt. Aber bei Manthey und einigen anderen Teams gab es Hektik. Denn die Kommissare erlaubten nicht, dass auf der Strecke noch Reifen gewechselt wurden, die bei den Top-Teams noch in den Heizdecken steckten. Also wurde Marc Lieb wieder zurückgeschoben und musste sich später in dem Pulk wieder hinten anstellen.
Allerdings wurde das Wechselverbot nur teilweise umgesetzt, andere Teams wechselten unbehelligt auf der Strecke.

Als dann die Ampel auf grün ging, war die Frage, wer als erster auf die Nordschleife abbiegen konnte, es waren die Audi R8 LMS von Marc Basseng und Timo Scheider, dahinter Dirk Adorf in seinem Ford GT. Marc Lieb hingegen legte eine zweite Runde auf dem GP-Kurs hin, bevor er auf die Grüne Hölle abbog, in der Hoffnung, so weniger Verkehr zu haben.

In der gleichen Reihenfolge, wie sie auf die Nordschleife gingen, kamen sie auch wieder auf Start/Ziel zurück. Der schnellste mit 8.36.536min aber war der hintere, nämlich Dirk Adorf. «Auf der Nordschleife habe ich richtig ins Lenkrad gebissen und dann hat mir Timo ab dem Galgenkopf einen sensationellen Windschatten geliefert, ich war zehn km/h schneller als sonst mit dem Auto» freute sich Adorf.

Lieb war zwei Zehntel langsamer als Adorf und steht damit in der ersten Reihe, dritter ist Basseng, der damit der schellste Audi-Pilot war. De drei anderen R8 folgen auf den Plätzen 4-6 vo dem zweiten Manthey-Porsche. Pech hatte der BMW von Lokalmatador Johannes Scheid, der einen kapitalen Motorschaden hatte.

Allerdings ist unklar, wer auf der Pole steht, denn während des Trainings hat das Auto von Adorf unter Gelber Flagge überholt. Gemäss Regelement wird dann die schnellste Runde der Session gestrichen. Das Ergebnis ist deshalb noch vorläufig.

Inwieweit Audi und Porsche heute die Karten aufgedeckt hat, ist nach wie vor unklar. Die Pole-Zeit war um zehn Sekunden langsamer als im Vorjahr.

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