Sebastien Ogier: «Früher war es verrückt!»

Von Gino Bosisio
Der achtfache französische Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier verrät bei ServusTV viel über seine Gefühle und die Pläne für die Zukunft.

Sebastien und Ogier und sein Beifahrer Julien Ingrassia haben sich bei der Monza-Rallye am Wochenende den achten WM-Titel gesichert. Das Duo wird künftig getrennte Wege gehen. Ingrassia beendet seine Karriere. Ogier sucht nach neuen Herausforderungen, will im Rallye-Sport leiser treten.

Ogier (37) erinnert sich an grenzwertige Situationen: «Früher was es wirklich verrückt. In Portugal waren die Leute auf der Straße. Ich weiß nicht, wie Walter Röhrl da fahren konnte. In Südamerika sind sie manchmal auch noch sehr nach an der Straße. Ich sehe das aber gar nicht, muss die Augen auf der Straße haben.»

Zu den waghalsigen Sprünge wie in Finnland und Portugal: «Die Dämpfung absorbiert fast alles. Man muss aber wissen, wo das Limit ist. Es war ein tolles Abenteuer, diesen Sport zu machen. Oft denken die Leute, dass Rallye-Fahrer verrückt sind. Wenn du verrückt bist, dann machst du das nicht lange. Unsere Notizen werden jedes Jahr verbessert, mit ganz kleinen Details. Ich habe immer das Gefühl, dass ich die Kontrolle habe.»

Zur nahen Zukunft sagt Ogier: «Ich will es genießen und Zeit mit meiner Familie verbringen - mit meinem Sohn. Vielleicht kann ich wieder mal zurückkommen. Nicht mit Julien, aber er muss sein Handy trotzdem immer an haben, wenn ich mal Infos brauche. Der Test mit dem Hyper-Car war spannend. Natürlich weiß ich, dass ich sehr viel lernen muss. Es wird eine schwere Herausforderung. Ich mag aber die Idee - für die eine oder andere Rallye brauche ich künftig einen neuen Beifahrer. Nächstes Jahr mache ich sicher nur ein paar Rennen. Wenn das gar nicht funktioniert, dann würde ich Druck machen, dass Julien zurückkommt.»

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