WM-Finale in Wales gerettet

Von Toni Hoffmann
WRC
Die Rallye Wales ist gerettet.

Die Rallye Wales ist gerettet.

Nach langem Tauziehen ist die finanzielle Unterstützung der Rallye Wales, Finale der Rallye-WM, Ende Oktober abgesichert.

Malcolm Wilson, der Teamchef des WM-Werksteams von Ford, hat im Vorfeld des siebten Laufes zur Rallye-WM in Griechenland bestätigt, dass die Rallye Wales gerettet sei und wie geplant vom 21. bis 25. Oktober stattfinde. Der britische Motorsport-Verband (MSA) habe auf seiner Jahresversammlung am Mittwoch beschlossen, die fehlenden finanziellen Mittel für die Durchführung einer der traditionsreichsten Rallyes der Welt zu ermöglichen. Die Regierung von Wales hatte die vertraglich festgelegte Unterstützung in Höhe von 2,2 Millionen Pfund mit der Begründung zurückgezogen, weil die Rallye Wales 2010 nicht mehr im offiziellen WM-Kalender stände und daher die Vertragsgrundlage gegenstandlos sei. Nach bisherigen Informationen werde aber der britische Rallye-Klassiker auch 2010 zur WM zählen, weil die beiden ursprünglich 2010 benannten Rallyes in Russland und Indonesien nicht die erforderlichen WM-Kriterien erfüllen und die Rallye Monte Carlo auf das nach dem Rotationsprinzip zuerkannte WM-Prädikat 2010 verzichtet und sich lieber auf die Intercontinental Rally Challenge konzentriert.

«Das ist eine ganz tolle Nachricht, auf die alle gewartet haben», sagte Wilson. «Ich weiss nicht, wie viele Leute überhaupt verstehen, wie wichtig diese Entscheidung für die Zukunft des britischen Rallyesport ist. Wenn diese Rallye in diesem Jahr nicht stattfinden würde, sie würde in der Rallye-Weltmeisterschaft keine Zukunft mehr haben. Ich hoffe, dass so etwas nicht mehr passiert. Ich bin richtig erleichtert.»

Dennoch scheint die Zukunft der Rallye nicht gesichert. Durch die Durchführung in diesem Jahr scheint sie sich auch einen Platz im nächstjährigen WM-Kalender gesichert zu haben. Der Rechtsstreit aber zwischen der Rallye-Organisation und der walisischen Regierung, in Falle der Terminbestätigung 2010 durch die FIA, wird darüber entscheiden, ob die Rallye in Wales bleibt.

«Nichts gegen Wales. Die haben dort bislang gute Arbeit geleistet. Aber es wäre gut, wenn die Rallye umziehen würde. Es ist die Rallye von Grossbritannien und nicht die Rallye von Wales. Wenn man mit den Leuten aus dem Norden spricht, so sagen diese, dass ein Flug zur Rallye Catalunya in Spanien billiger sei als nach Wales zu reisen und dort Karten für die Rallye zu kaufen. Man soll über alles reden. Kielder Forests (Anmerkung: früher Schauplatz der einstigen RAC-Rally) und Schottland wären eine sehr gute Alternative. Ich denke, die Zeit für Erneuerungen ist gekommen», führte Wilson weiter aus.

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