Hirvonen: «Meine beste Rallye.»

Von Toni Hoffmann
WRC
Hirvonen - nach Polen-Sieg auch WM-Leader

Hirvonen - nach Polen-Sieg auch WM-Leader

Vize-Champion Mikko Hirvonen reist nach seinem zweiten Saisonsieg hintereinander in Polen als Tabellenführer zu seinem finnischen Heimspiel Ende Juli.

Mit einem souveränen Erfolg bei der WM-Rallye Polen hat der Ford-Werkspilot [* Person Mikko Hirvonen *] erstmals seit Finnland im August 2008 die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Vor seinem Heimspiel Ende Juli liegt er acht von zwölf Läufen zur Rallye-WM mit einem Punkt vor seinem Erzrivalen Sébastien Loeb (Citroën). Ford mfeierte dabei den dritten Saisonsieg in Folge. Jari-Matti Latvala im zweiten Werks Ford Focus sah bereits wie die sicheren Zweitplatzierten aus, musste ihr Fahrzeug aber nach einem Unfall auf der abschliessenden Zuschauerprüfung mit gebrochener Lenkung abstellen.

Bereits am Freitag hatte Hirvonen am Steuer seines Ford Focus mit den ersten, beiden Bestzeiten des Tages die Führung in der Gesamtwertung übernommen und damit die Weichen für seinen zweiten Saisonsieg in Folge gestellt. Sein Teamkollege Latvala entschied die nächsten beiden Wertungsprüfungen für sich und rückte so auf den zweiten Rang vor. Zeitgleich verabschiedete sich der Titelverteidiger aus dem Rennen um den Sieg bei der Rallye Polen: Loeb traf auf der WP 4 einen verdeckten Baumstumpf und gab mit demolierter Radaufhängung auf. Dank SupeRally Reglement konnte der Franzose den WM-Lauf ab Samstagmorgen mit erheblichem Zeitverlust wieder aufnehmen.

«Als ich Sébastiens Auto neben der Strecke sah, habe ich zunächst etwas Tempo herausgenommen, um auf der sicheren Seite zu bleiben», erläuterte Hirvonen, der im Etappenziel rund neun Sekunden vor Latvala lag. «Wir kannten den Baumstumpf und hatten ihn im Aufschrieb vermerkt.»

Vor der dritten Etappe mit ihren fünf Wertungsprüfungen hatte Hirvonen einen Vorsprung von 38,5 Sekunden auf Sordo und zwölf Sekunden auf Latvala herausgefahren. «Das war aus meiner Sicht die beste Rallye der bisherigen Saison», jubelte der Ford-Pilot im Ziel. «Die superschnellen, schmalen Straßen und das große Zuschaueraufkommen sorgten für eine tolle Atmosphäre. Es ist das erste Mal, dass ich zwei WM-Läufe hintereinander gewinnen kann. Jetzt reise ich als Tabellenführer zu meinem Heimspiel in Finnland. Der Titelkampf ist wieder völlig offen, und die Entscheidung liegt in meiner Hand.»

Auch Jari-Matti Latvala hatte mit einer fantastischen Rallye überzeugt, der Traum vom zweiten Rang und dem Doppelsieg für das Team BP Ford Abu Dhabi endete jedoch auf dem nur 2,5 Kilometer langen Zuschauerrundkurs im Start- und Zielort Mikolajki. «Mein Fehler», räumte der 24-Jährige ein. «Wir waren überhaupt nicht schnell, aber ich habe in eine Kurve einen Tick zu früh eingelenkt. Dabei touchierten wir eine sandgefüllte Tonne, die Lenkung brach und wir prallten in die gegenüberliegende Absperrung.» Latvala und Beifahrer Anttila versuchten zwar noch, den Wagen ins Ziel zu schieben, mussten aber nach einer Runde aufgeben.

«Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich sah, was sich direkt vor mir abspielte», gestand Malcolm Wilson, Direktor des Teams BP Ford Abu Dhabi. «Es ist ein Jammer, dass eine so tolle Vorstellung von Jari-Matti Latvala so kurz vorm Ziel auf so traurige Weise unbelohnt blieb. Dafür freut es mich sehr für Mikko Hirvonen, der drei Tage lang perfekt gefahren ist und sich seinen zweiten Sieg in Folge absolut verdient hat.»

Gerard Quinn, Motorsport-Direktor von Ford Europa: «Drei WM-Laufsiege hintereinander zeigen, welchen tollen Job das Team BP Ford Abu Dhabi in den vergangenen Monaten geleistet hat. Mikko Hirvonen wird in Finnland als Tabellenführer an den Start gehen. Wir wollen auch bei diesem Klassiker weiter auf der Erfolgsspur bleiben.»

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