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Yamaha R6 Dunlop Cup: Ring frei zur dritten Runde

Von Andreas Gemeinhardt und Thomas Kohler
Glöckner vor Raffin, Bonnet, Vincon und Märtz

Glöckner vor Raffin, Bonnet, Vincon und Märtz

Am Wochenende gastiert der Yamaha R6 Dunlop Cup im Rahmen der IDM auf dem Nürburgring und man darf sich auf ein weiteres spannendes Rennen freuen.

Während die Zuschauer beim ersten Rennen auf dem EuroSpeedway noch ein einsames Duell zwischen Jesko Raffin und Lucy Glöckner erlebten, bei dem der talentierte Schweizer am Ende als jüngster Cup-Sieger Geschichte schrieb, war vor zwei Wochen in Oschersleben bereits deutlich mehr Verkehr an der Spitze des Feldes. Zwar machten vom Start weg erneut Jesko und Lucy die Pace, doch diesmal liessen sich die Verfolger nicht so leicht abschütteln.

Zunächst mischte Robin Mulhauser das Favoriten-Duo auf, zumindest bis er sich mit einem Sturz aus der Spitzengruppe verabschiedete. Der 19-jährige Schweizer blieb dabei zwar unverletzt, muss aber am Nürburgring wegen einer wichtigen Schulprüfung pausieren. Mit Alain Bonnet aus Frankreich auf Rang zwei meldete sich in Oschersleben ein neuer Kandidat für den Favoritenkreis. «Alain musste man mit auf der Rechnung haben, der war schon im Training schnell», gab sich Siegerin Lucy Glöckner von der Vorstellung des Elsässers wenig überrascht.

Bemerkenswert: Der 23-jährige Bonnet ist der Älteste der fünf Fahrer, die bei den ersten beiden Rennen auf dem Podest standen. «Diese Entwicklung ist auch ein positives Signal für die Zukunft der IDM», freut sich Cup-Koordinator Thomas Kohler. Unser Fahrerfeld ist so jung wie noch nie. Die Burschen, von denen wieder viele aus dem ADAC Junior Cup kommen, haben den Umstieg von der 125er auf die viel stärkere Yamaha-YZF-R6 ohne Probleme gemeistert.»

Doch nicht nur die Youngster entwickeln sich, wie das Beispiel von Danny März zeigt. Mit 22 Jahren zählt der Pfälzer sozusagen schon zum «Mittelalter». Im Vorjahr noch ohne Punkte, hat er jetzt einen Riesensprung nach vorne gemacht und sich mit den Rängen vier und fünf vorne etabliert. Einen Platz vor ihm in der Tabelle rangiert Patrick Vincon, der im Vorjahr am Nürburgring hinter dem späteren Cup-Gewinner Markus Reiterberger - am Wochenende übrigens als Gaststarter in der Superbike-IDM dabei - und Lucy Glöckner Dritter wurde.

Jesko Raffin verpasste damals als 16. noch knapp seinen ersten Meisterschafts-Punkt. Wie hoch er seine Ziele in diesem Jahr gesteckt hat, wurde in Oschersleben deutlich. Nach dem dritten Platz hinter Glöckner und Bonnet war der 14-jährige Züricher so sauer, als hätte er gerade den Titel verspielt. Raffin wird am Wochenende erstmals mit einer gelb-roten Verkleidung ins Rennen gehen, denn er führt sowohl die Meisterschaft, als auch die NGK-Rookies-Wertung an. «Da der Cup-Leader in gelb und der beste Rookie in rot fährt, haben wir kurzerhand noch eine zweifarbige Variante angefertigt», erklärt Cup-Techniker Norbert Jansen.
 

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