Wie steht es um die Einladungen zu den 24h Le Mans?

Von Oliver Müller
24h Le Mans
Der Oreca 07 von United Autosports gewann 2020 die LMP2-Klasse der 24h Le Mans

Der Oreca 07 von United Autosports gewann 2020 die LMP2-Klasse der 24h Le Mans

Die 24 Stunden von Le Mans sind das alljährliche Highlight der Sportwagen-WM. Mitfahren dürfen nur Teams, die in Vollzeit in der FIA WEC unterwegs sind oder vom Veranstalter ACO eine Einladung erhalten haben.

Die 24 Stunden von Le Mans sind der größte Langstrecken-Klassiker im internationalen Motorsport. Le Mans ist gleichzeitig jedoch auch ein Einladungsevent. Das bedeutet, dass der Ausrichter ACO (Automobile Club de l’Ouest) selbst entscheidet, wer mit dabei sein darf. 2021 sind die 24 Stunden von Le Mans (nach derzeitigem Stand) für das Wochenende des 12./13. Juni vorgesehen.

Je nach dem, ob dann wieder die beiden temporären Boxen aufgestellt werden oder nicht, sind entweder 60 oder 62 Fahrzeuge am Start. Grundsätzlich in Le Mans antreten werden (wie üblich) jene Rennwagen, die 2021 als Vollsaison-Entry in die FIA WEC eingeschrieben sind. Der Grund dahinter ist ganz einfach: Die 24 Stunden von Le Mans sind ein Teil der Sportwagen-WM. An dieser Stelle hat die WEC ihre 2021er Entrylist hinterlegt.

Neben den WEC-Entries gibt es aber noch weitere Tickets für Le Mans 2021. Diese werden vom ACO über Einladungen aufgrund der erzielten Ergebnisse aus der Saison 2020 bzw. 2021 vergeben. Um diese Starterlaubnis auch tatsächlich einlösen zu können, müssen die entsprechenden Teams jedoch auch diverse Bedingungen erfüllen, wie beispielsweise die Vollsaison-Teilnahme in einer ACO-Rennserie.

Am Wochenende ging die Saison 2021 der Asian Le Mans zu Ende. Hier sicherte sich G-Drive Racing durch den LMP2-Titel das Ticket nach Le Mans – genauso wie United Autosports durch den LMP3-Triumph. Übe die GT-Klasse der Asian Le Mans Series werden aufgrund der Feldgröße diesmal sogar vier LM-Einladungen verteilt. Hier haben aktuell Precote Herbeth Motorsport, GPX Racing, Rinaldi Racing und Inception Racing die ersten vier Plätze in der Tabelle inne. Diesbezüglich ist jedoch noch eine zu verhandelnde Berufung ausstehend.

United Autosports hat auch schon zuvor weitere potenzielle Einladungen für Le Mans eingefahren: Durch den LMP2-Klassensieg in Le Mans 2020, den LMP2-Titel in der ELMS, für Platz zwei in der ELMS und durch den ELMS-Titel in der LMP3-Klasse. Der britische Rennstall wird jedoch nicht alle Tickets einlösen können, da der ACO maximal zwei Einladungen pro Rennstall ausgibt.

Weitere eingeladenen Teams sind TF Sport (Sieg 2020 in Le Mans in der GTE Am), Proton Competition (Titel 2020 in der GTE-Klasse der ELMS), Kessel Racing (Platz zwei in der GTE-Klasse der ELMS) und Iron Lynx (Titel 2020 in der GT3-Klasse im Le Mans Cup). Über die amerikanische IMSA-Serie werden jedes Jahr ebenfalls LM-Tickets verteilt. Diese gehen jedoch nicht an Teams, sondern sind pilotenbezogen. Hier werden die Gewinner des Jim Trueman Award (bester Am-Fahrer in der IMSA-LMP2) und des Bob Akin Award (bester Am-Fahrer in der IMSA-GTD) bedacht. Diese Awards gingen 2020 an Patrick Kelly und Ryan Hardwick.

Der ACO hat aktuell noch keine offizielle Liste herausgegeben, welche die tatsächlich gewonnenen Einladungen beinhaltet. Sobald diese vorliegt, werden die darin enthaltenen Startplätze zu jenen 33 Entries aus der FIA WEC hinzuaddiert. Um das Feld dann auf die 60 (bzw. 62) Fahrzeuge aufzufüllen, gibt es beim ACO ein Auswahlkomitee, welches die über die Verteilung der entsprechenden Einladungen entscheidet.

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