Ferrari disqualifiziert: Somit siegt Mercedes bei NLS

Von Oliver Müller
Nürburgring Langstrecken-Serie
Der Ferrari 488 GT3 von Octane 126

Der Ferrari 488 GT3 von Octane 126

Eigentlich überquerte der Ferrari 488 GT3 von Octane 126 als Erstes die Ziellinie beim dritten Lauf zur NLS. Dann wurde das Fahrzeug jedoch nachträglich aus der Wertung genommen. Team kann Berufung einlegen.

Es war ein spannendes Finale beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Der Ferrari 488 GT3 von Björn Grossmann (Octane 126) und der Mercedes-AMG GT3 von Adam Christodoulou (Mercedes-AMG Team HRT) fighteten hart um den Sieg. In der letzten Runde nutzte Grossmann am Flugplatz schließlich seine Chance. «Ich habe im Verkehr eine Lücke genutzt und konnte Adam passieren. Danach habe ich habe alles gegeben, um Platz eins ins Ziel zu retten», so Grossmann, der zusammen mit Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig unterwegs war.

Bei Octane 126 war die Freude daraufhin grenzenlos. «Das war eine goldrichtige Entscheidung, Octane 126 hier auf der Nordschleife zu unterstützen. Das Team arbeitet sensationell, vor allem auch im Engineering. Sonst kann man auch nicht so schnell vorne mit dabei sein in der NLS»,erklärte beispielsweise der frühere Champion des ADAC GT Masters Luca Ludwig.

Doch am späten Sonntagabend dann der Schock: Der Ferrari 488 GT3 von Octane 126 wurde disqualifiziert. Bei der technischen Nachuntersuchung des Fahrzeugs wurde festgestellt, das ein Reifen nicht den DMSB-Bestimmungen zum Musterreifen-Prozedere entsprach. «Am Fahrzeug mit der Startnummer 26 wurde hinten links ein Reifen mit einer bezeichneten Spezifikation verwendet, die vom Hersteller nicht in der Box1-Liste aufgeführt war», heißt es in der schriftlichen Begründung der Sportkommissare. Gemäß den Bestimmungen muss jeder Reifenhersteller bei jeder Veranstaltung jeweils einen Muster-Slickreifen pro Spezifikation hinterlegen.

Das Team hat bis Montagabend, 13.07.2020, Gelegenheit, Berufung gegen diese Entscheidung einzulegen. Das Ergebnis bleibt vorläufig. Die nachfolgenden Teams rücken auf, so dass vorbehaltlich einer möglichen Berufung durch Octane 126 der Mercedes-AMG GT3 von Christodoulou und dessen Wagenpartnern Maro Engel, Manuel Metzger und Luca Stolz des Sieger Rennens ist.

Platz zwei ging an den Audi R8 LMS des Audi Sport Teams mit Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock vor dem BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes und David Pittard. In der SP10-Klasse (für GT4-Fahrzeuge) siegte der BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport mit Michael Schrey, Michael Fischer und Gabriele Piana. Hier das vorläufige Ergebnis.

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