Speedway der Nationen: Unentschieden geht nicht mehr

Von Manuel Wüst
Speedway der Nationen
Paarfahren wird zukünftig mehr belohnt als ein Laufsieg

Paarfahren wird zukünftig mehr belohnt als ein Laufsieg

Ein neues Punktesystem beim Speedway der Nationen wird verhindern, dass es in den Läufen zu einem 3:3-Unentschieden kommen kann. Paarfahren wird mehr belohnt als ein Laufsieg.

Statt wie im Speedway üblich 3-2-1-0 Punkte für den Einlauf auf den Plätzen 1 bis 4 zu vergeben, gibt es im Speedway der Nationen ab diesem Jahr 4-3-2-0 Punkte. Durch das geänderte System kann in den Läufen, in denen immer zwei Nationen mit je zwei Fahrern aufeinandertreffen, kein Unentschieden mehr entstehen.

Steven Gould, Vizepräsident von Vermarkter BSI, zu den Neuerungen: «Das Speedway der Nationen ist ein Wettbewerb, in dem das Teamfahren wichtig ist. Um die Nationen, die am besten als Paar zusammenarbeiten zu belohnen, wurden die Änderungen am Punktesystem vorgenommen.»

Aus den Race-Offs, die zukünftig Semifinals heißen, qualifizieren sich die beiden erstplatzierten Nationen direkt fürs Finale in Manchester. Die Teams auf den Rängen 3 und 4 nach den regulären Heats werden in einem Hoffnungslauf den letzten Qualifikanten fürs Finale ermitteln.

Die sieben Teilnehmer des Finales setzen sich aus den Top-3 der beiden Semifinals plus der ausrichtenden Nation Großbritannien zusammen.

Im Finale, das Anfang Mai in Manchester stattfinden soll, wird es nach Abschluss der 42 Rennläufe noch zwei entscheidende Rennläufe geben. Die Nation mit den meisten Punkten nach Abschluss der Vorläufe wird direkt in den letzten Lauf einziehen, in dem um den Titel gefahren wird. Die Nationen auf den Rängen 2 und 3 werden einen zusätzlichen Hoffnungslauf bestreiten, aus dem der Sieger ins Finale einzieht. Weltmeister wird, wer im letzten Lauf die meisten Punkte erobert.

«Wir freuen uns auf fantastische Rennen, die mit den Semifinals in Landshut und Daugavpils beginnen und deren Abschluss ein spannendes Finale im Nationalstadion in Manchester sein wird», so Gould.

Die Teams sind nun aufgefordert ihre Nationalkader mit drei Fahrern und zwei U21-Piloten für das Speedway der Nationen zu nominieren. Aus diesen Kadern werden dann die Fahrer benannt, die in den jeweiligen Semifinals für ihre Nationen ans Band rollen. Deutschland genießt beim Semifinale in Landshut Heimrecht und will sich zum dritten Mal in Folge fürs Finale qualifizieren.

Speedway der Nationen 2020:

25. April: Semifinale 1 – Landshut/D: Deutschland, Polen, Dänemark, Slowenien, Tschechien, Frankreich, Italien

2. Mai: Semifinale 2 – Daugavpils/LV: Lettland, Russland, Australien, Schweden, Ukraine, Finnland, USA

8./9. Mai: Finale – Manchester/GB: Großbritannien, die Top-3 pro Halbfinale

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