Peterhansel: «Der Dakar-Sieg ist immer kompliziert»

Von Toni Hoffmann
Die 43. Rallye Dakar mit der zweiten Ausgabe in Saudi-Arabien ist beendet, Stéphane Peterhansel feiert seinen 14. Rekord-Triumph, Nasser Al-Attiyah muss weiter auf seinen vierten Volltreffer warten.

Vor 30 Jahren feierte der im Schweizer Montana lebende Franzose Stéphane Peterhansel auf einer Yamaha seinen ersten Sieg, nun sind 14, davon  acht in der Autowertung.

Und das meinte der Seriensieger im Ziel:

«Es ist immer noch die gleiche Emotion für den 14. Sieg. Wie gesagt, die Rallye Dakar zu gewinnen ist immer sehr kompliziert. Es gibt keine einfachen Siege bei der Dakar. Dieser sah von außen vielleicht einfach aus, aber es war nicht jeden Tag einfach, die kleine Lücke über Nasser zu bewältigen. Es gab viel Druck auf uns. Wir hatten jeden Tag das Gefühl, dass wir alles zu verlieren hatten, daher war es kompliziert zu handhaben, aber am Ende haben wir zusammen mit Edouard einen wirklich guten Job für sein erstes Rennen in einem Top-Auto gemacht. Es war ein wirklich unglaublicher Job mit guter Navigation, aber er war auch sehr ruhig.»

Peterhansel weiter: «Sicher, es sind ein oder zwei weitere Rekorde für mich: 14 Siege auf drei Kontinenten und auch am Jahrestag meines ersten Sieges heute vor 30 Jahren. Es ist eine lange Karriere im Motorsport. Erfahrung und die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, haben zum Sieg beigetragen, denke ich, aber ich weiß nicht. Der Unterschied war wahrscheinlich, dass Nasser den ersten Fehler im Prolog gemacht hat. Er hat den Prolog gewonnen und ich denke, es war sein erster Fehler. Er hat wahrscheinlich die Dakar verloren, weil er den Prolog gewinnen wollte.»

Er ergänzt: «Die Zusammenarbeit mit Edouard war wirklich fantastisch, das muss ich sagen. Er hat alle Qualitäten, um der beste Co-Pilot bei Rallye-Raids zu sein, und er hat sehr schnell gelernt. Er machte keine Fehler und verstand auch alles sehr schnell. Wir teilen die gleiche Leidenschaft, weil er in der Vergangenheit Biker war. Er hat die Dakar einmal auf einem Motorrad gefahren, aber er hat auch an zehn oder fünfzehn Enduro du Touquet-Rennen teilgenommen, also ist er wirklich ein Biker und wir haben ein bisschen den gleichen Esprit. Es ist schön, mit ihm zu fahren. Der erste Sieg auf dem Motorrad ist mein Favorit, denn davon habe ich viel geträumt und jetzt ist es wirklich ein Bonus. Gewinnen ist immer eine große Emotion, aber der erste Sieg war der beste.»

Al-Attiyah fordert Regeländerung

n diesem Jahr belegte Nasser Al-Attiyah, dreimaliger Sieger, zum fünften Mal in seiner Karriere den zweiten Platz in der Gesamtwertung, eine bittere Pille, die der Katarer schlucken muss. Doch der zeigt Sportsgeist.

«Ich möchte dem Team danken. Die haben einen tollen Job gemacht, ohne Fehler von mir, meinem Co-Piloten oder dem Team. Wir haben sehr, sehr hart gearbeitet. Was können wir tun? Dies ist das zweite Jahr, in dem wir gegen die Buggys kämpfen. Für mich müssen wir nur die Regeln ändern, damit es für alle fair ist. Natürlich bin ich enttäuscht, aber zum Glück haben wir das Rennen beendet. Ich bin sehr stolz auf das Team und darauf, was wir seit meinem Eintritt in das Team getan haben.»

Al-Attiyah führt weiter aus: «Ich bin sicher, wir werden nächstes Jahr stärker zurückkommen und können den Sieg erringen. Natürlich bin ich enttäuschter als letztes Jahr, denn wenn man nur vier Finger hat und nicht wie alle anderen fünf Finger, hilft das nicht. Ich denke, wir müssen die Regel gegen die Buggys ändern, denn jetzt gewinnen die Buggys seit fünf Jahren gegen die 4x4-Autos. Keine Frage, es ist keine faire Regel. Ich hoffe, die Organisatoren werden es ändern, sonst sind wir nicht daran interessiert zu kommen.»

 

Stand auf der 12. Prüfung:

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit/Differenz

1

Sainz/Cruz (E), Mini

2:17:23

2

Al-Attiyah/Baumel (QA/F), Toyota

+ 2:13

3

Peterhansel/Boulanger (F), Mini

+ 2:53

4

Despres/Horn (F/CH), Peugeot

+ 4:01

5

Vasilyev/Tsyro (RUS), Mini

+ 5:36

6

Przygonski/Gottschalk (PL/D), Toyota

+ 6:35

7

Al Qassimi/Panseri (ARE/F), Peugeot

+ 6:39

8

Baragwanath/Perry (SA), Century

+ 6:39

9

Serradori/Lurquin (F), SRT

+ 6:51

10

De Villiers/Haro (SA/E), Toyota

+ 7:39

                                                                      

 

Endstand nach 12 Prüfungen:

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit/Differenz

1

Peterhansel/Boulanger (F), Mini

44:27:11

2

Al-Attiyah/Baumel (QA/F), Toyota

+ 14:51

3

Sainz/Cruz (E), Mini

+ 1:01:57

4

Przygonski/Gottschalk (PL/D), Toyota

+ 2:36:03

5

Roma/Winocq (E/F), Prodrive

+ 3:22:48

6

Al Qassimi/Panseri (ARE/F), Peugeot

+ 3:29:31

7

Vasilyev/Tsyro (RUS), Mini

+ 3:29:38

8

De Villiers/Haro (SA/E), Toyota

+ 3:58:39

9

Prokop/Chypta (CZ), Ford

+ 4:10:21

10

Despres/Horn (F/CH9, Peugeot

+ 4:50:09

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