Ernüchterung bei Mercedes: «Nicht unser Wochenende»

Von Otto Zuber
DTM
Gary Paffett

Gary Paffett

Hart erkämpftes Top-5-Ergebnis für Gary Paffett im zweiten Rennen in Zandvoort. Aber: Ansonsten überwog in Stuttgart die Enttäuschung.

Die DTM startete in Zandvoort in die zweite Saisonhälfte. Mercedes-Fahrer Gary Paffett beendete den zwölften Saisonlauf auf Position sechs. Im Verlauf des Rennens verbesserte er sich vom 17. Startplatz um elf Positionen. In den Schlussrunden kämpfte er sogar gegen die Audi-Fahrer Mattias Ekström und Nico Müller um den vierten Platz. Der DTM-Champion des Jahres 2005 fuhr in beiden Rennen auf dem Dünenkurs in die Punkteränge. Insgesamt war es für Gary die zehnte Punkteplatzierung im zwölften Saisonrennen 2017. 

Sein Mercedes-AMG Motorsport DTM-Teamkollege Maro Engel lag nach einem frühen Boxenstopp auf Kurs zu einem Topergebnis, als er wegen eines Reifenschadens ein weiteres Mal die Box ansteuern musste. Schlussendlich überquerte der Sieger des zweiten Rennens in Budapest die Ziellinie auf Position zwölf. 

Auch die beiden Pink Panther hatten in Zandvoort kein Glück: Edoardo Mortara beendete das Rennen direkt hinter Engel auf Rang 13, Lucas Auer kam auf Platz 15 ins Ziel. Paul Di Resta erhielt gegen Ende der ersten Rennhälfte eine Fehlermeldung auf seinem Display angezeigt und musste sein Auto danach an der Box abstellen. Robert Wickens schied wenige Minuten vor Rennende aus. 

Stimmen zum Rennen

Gary Paffett (36 Jahre, England): Das war ein Mega-Rennen vom 17. Startplatz für mich. Nach der Disqualifikation hatten wir nicht mehr viel erwartet, aber wir hatten eine großartige Strategie. Ich pushte, wenn es nötig war, und gab alles, sodass ich an Augusto vorbeikam. Das war ein tolles Manöver gegen ihn außen herum in Kurve eins. Danach war ich Sechster - das war mega. Gegen Rennende hatten die beiden Audi von Ekström und Müller vor mir zu kämpfen. Müller blockte mich das gesamte Rennen über, um Eki zu helfen. Ich überholte ihn in Kurve eins und dann ließ mich Eki ausgangs der Kurve auflaufen. Das gleiche machte er in Kurve zwei, um Nico wieder vorbeizulassen. Das ist nicht fair und ich bin von dem Manöver enttäuscht.

Maro Engel (31 Jahre, Deutschland): Schade, das Rennergebnis ist wahnsinnig enttäuschend für mich. Mein Auto war heute super. Aber leider habe ich einen möglichen Podestplatz verloren. Vielen Dank an die Jungs, die mir ein Mega-Auto hingestellt haben. Am meisten tut es mir für das gesamte Team leid. Sie hätten es verdient gehabt, einen Fahrer auf dem Podium zu haben. Aber so ist der Rennsport. Heute hatten wir Pech, jetzt blicken wir nach vorne und versuchen, am Nürburgring zurückzuschlagen.

Edoardo Mortara (30 Jahre, Italien): Das war leider ein Wochenende zum Vergessen, ganz besonders der Sonntag. Der heutige Tag war einfach fürchterlich. So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben. Erst die Geschichte mit Timo Glock im Qualifying, dann der Reifenschaden im Rennen... Ich hatte mir von diesem Wochenende viel mehr versprochen. Leider war das nicht möglich. Jetzt muss ich einfach nach vorne blicken.

Lucas Auer (22 Jahre, Österreich): Der Frust ist nicht groß. Wir müssen uns etwas sortieren und einen klaren Blick bekommen. Dann geht es weiter. Ich habe es schon immer gesagt: Im Sport geht es schnell nach oben und schnell nach unten. Am Ende musst du beides überstehen. Als nächstes steht der Nürburgring an, der letztes Jahr gut für uns war. Ich blicke dem optimistisch entgegen und habe keine Angst davor.

Robert Wickens (28 Jahre, Kanada): Ich hatte einen richtig guten Start und lag nach der ersten Runde direkt hinter Rocky und Wittmann. Ich war Dritter und da sah die Welt noch in Ordnung aus. Dann ging ich in Runde zwei zusammen mit Green und einigen anderen Fahrern an die Box. Nach dem Stopp wollte Green den Helden spielen und fuhr mir in Kurve elf in die Seite. Er hat mich komplett von der Strecke geschoben und ich wusste nicht, wo ich hin sollte. Deshalb traf ich ihn in Kurve zwölf. Danach hatte ich einen Reifenschaden und mein Auto war insgesamt stark beschädigt, weshalb ich es auch abstellen musste. Das war ein richtig schlechtes Wochenende für mich, denn ich dachte eigentlich, dass ich heute Punkte einfahren könnte.

Paul Di Resta (31 Jahre, Schottland): Ich hatte schon bessere Wochenenden. Gestern hatte ich Pech. Wir hatten ein paar Probleme und ich machte einen Fehler im Qualifying. Im Rennen konnten wir uns aber zurückkämpfen. Heute sahen wir im Training stark aus. Danach hatten wir aber technische Probleme und die Jungs haben fantastische Arbeit abgeliefert, um das Auto für das Rennen fertig zu bekommen. Leider kamen dann die Probleme zurück und ich sah eine Warnung auf dem Display. Deshalb entschieden wir uns dazu, das Auto aus dem Rennen zu nehmen, um die Probleme für die nächsten Wochenenden nicht zu verschlimmern.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef: Das heutige Rennen war leider sinnbildlich für das ganze Wochenende. Platz 5 für Gary ist leider das einzig Positive, was es heute zu berichten gibt. Maro, Luggi und Rob mussten jeweils mit einem Reifenschaden aufgrund von Berührungen einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen bzw. das Rennen frühzeitig beenden. Auch Paul konnte das Rennen nicht beenden und für Edo war die Ausgangssituation durch seinen Penalty sowieso schon hart. Alles in allem nicht unser Wochenende.

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