DTM Budapest: BMW steuert auf das nächste Debakel zu

Von Andreas Reiners
DTM
Nico Müller

Nico Müller

Für BMW sieht es nach dem dritten Training auf dem Hungaroring mau aus: Alle sechs Fahrer der Münchner fuhren lediglich hinterher. Die Bestzeit holte Nico Müller im Audi.

BMW muss sich möglicherweise wieder auf ein sehr dürftiges DTM-Rennen vorbereiten. Nach einem kompletten Nuller am Samstag im fünften Saisonlauf in Budapest ging es am Sonntagmorgen nahtlos weiter: Die Münchner fuhren im dritten freien Training komplett hinterher. Timo Glock war als 13. bester BMW-Mann, der Rest des Kaders reihte sich hinter ihm ein.

Am Samstag war das Sextett komplett ohne Punkte geblieben. Das Problem: BMW hatte keine Ahnung, warum man diese Klatsche kassierte. «Ich bin sehr frustriert, aber nicht sehr überrascht», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. Er kündigte an: «Ich bin mir sicher, dass unser Paket mehr kann. Wir müssen uns ganz intensiv anschauen, wie wir die Pace verloren haben. Wo ist das größte Problem gewesen, wo waren wir vielleicht zu extrem.» Doch gefunden hat BMW offenbar nicht viel.

Glock lag rund 0,9 Sekunden hinter der Bestzeit, die sich Nico Müller im Audi sichert. Die Ingolstädter hatten sich nach einem schwachen Saisonstart bereits am Samstag deutlich verbessert gezeigt. Hinter Müller fuhren seine Markenkollegen Rene Rast und Jamie Green auf die Plätze zwei und drei.

Ebenfalls wieder gut unterwegs: Mercedes. Nach dem gestrigen Doppelsieg landete Daniel Juncadella auf Platz vier, Samstagssieger Paul di Resta wurde Fünfter, der Zweite Lucas Auer Sechster.

Glock hatte durch die Nullnummer am Samstag die Gesamtführung an Mercedes-Mann Gary Paffett verloren, der Brite hat sieben Punkte mehr auf dem Konto. Glock sieht es gelassen. «Es ist halt so. Wir können aus irgendwelchen Gründen nicht das rausholen, was Audi und Mercedes können. Das Problem: Meine Balance ist eigentlich da. Wir müssen jetzt versuchen, etwas zu verbessern. Für mich war klar, dass mal ein Wochenende kommt, an dem es nicht so läuft.»

So geht es weiter

Mit dem Qualifying startet ab 11.20 Uhr der XXL-Livestream mit über vier Stunden DTM pur auf ran.de: Zwischen Qualifikation und Rennen könnt ihr noch einmal das vergangene Rennen in der Wiederholung sehen. Außerdem gibt es nach der Sendung noch die Pressekonferenz mit den besten drei Fahrern. Die DTM-Übertragung in Sat.1 beginnt um 13 Uhr, das Rennen um 13.30 Uhr.

Weiteres Special der Online-Übertragung: Im Stream gibt es keine Werbung. Rennen und Qualifying kann man auch auf dtm.com, in der DTM-App oder auf YouTube verfolgen, dort wird allerdings der Stream von Sat.1 gezeigt. Auch hier sind die Rennen ohne Werbung!

Die Übertragungen in der Übersicht:

Sonntag

11:20 Uhr: Qualifying 2 (Livestream ran.de, dtm.com und YouTube-Kanal DTM)

13:00 Uhr: Rennen 2 (Sat.1, Livestream ran.de, dtm.com und YouTube-Kanal DTM)

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