DTM: Auer kehrt zurück, BMW schafft Platz für Kubica

Von Andreas Reiners
DTM
Lucas Auer mit Onkel Gerhard Berger

Lucas Auer mit Onkel Gerhard Berger

BMW hat eine echte Verstärkung verpflichtet: Lucas Auer wird 2020 für die Münchner in der DTM fahren. Außerdem räumt BMW ein Cockpit für Robert Kubica.

BMW verkündet die nächste Überraschung! Einen Tag nach der DTM-Ausbootung von Bruno Spengler steht der Ersatz bereits fest: Lucas Auer kehrt 2020 in einem BMW M4 DTM in die Tourenwagenserie zurück.

Der Österreicher hat bereits vier Saisons in der DTM absolviert, fuhr die 73 Rennen allerdings für Mercedes. Vier Siege hat der 25-Jährige, Neffe von DTM-Chef Gerhard Berger, von 2015 bis 2018 feiern können.

Daneben bestätigte BMW vier weitere Fahrer: Der zweimalige Champion Marco Wittmann, Philipp Eng, Timo Glock und Sheldon van der Linde bleiben im Kader. Nicht mehr dabei ist neben Spengler Joel Eriksson, für den Schweden ist das Abenteuer DTM nach zwei Jahren beendet.

Bedeutet: Fünf Piloten sind jetzt fix, ein Platz ist demnach noch frei. Was eine Verpflichtung von Robert Kubica immer wahrscheinlicher macht. Der Pole ist bis Jahresende noch beim Formel-1-Team Williams unter Vertrag, der 35-Jährige hatte nach seinen DTM-Testfahrten in der vergangenen Woche sein Interesse an einem Einstieg nochmals betont.

«Lucas hat in seinen bisher 73 DTM-Rennen sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt und mit vier Siegen und zehn Podestplätzen gezeigt, dass er ganz vorne mitfahren kann. Wir denken, dass er nicht nur aufgrund seines enormen fahrerischen Potenzials, sondern auch mit seiner sympathischen Art sehr gut zu uns passt», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

«Meine Vorfreude auf die DTM-Rückkehr mit BMW ist riesig», meint Auer. «Ich war in meiner Karriere schon mehrere Male mit BMW Motorsport in Kontakt, aber diesmal hat alles zusammengepasst. Jetzt zähle ich schon die Tage, bis ich das erste Mal im Auto sitze. In Japan habe ich im vergangenen Jahr persönlich noch mal einen guten Schritt nach vorn gemacht. Es wird nun darum gehen, sich schnell wieder auf die DTM einzustellen. Aber da mache ich mir keine Sorgen.»

Auer debütierte 2015 mit Mercedes in der DTM, 2016 folgte der erste Triumph auf dem Lausitzring. 2017 war seine bisher erfolgreichste DTM-Saison mit drei weiteren Siegen in Hockenheim, erneut auf dem Lausitzring und auf dem Nürburgring. Sein bis dato letztes Rennen bestritt Auer Mitte Oktober 2018 in Hockenheim. Nach dem Mercedes-Ausstieg verließ er die DTM und fuhr 2019 als Red-Bull-Junior unter anderem in der japanischen Super Formula – ohne durchschlagenden Erfolg allerdings, seine leisen Formel-1-Hoffnungen konnte Auer begraben.

Neben Auer werden vier Fahrer, die bereits 2018 am Steuer des BMW M4 DTM saßen, weiterhin für BMW in der DTM an den Start gehen: Wittmann bestreitet ebenso seine achte Saison wie Glock. Eng nimmt sein drittes Jahr in der DTM in Angriff. Van der Linde möchte nach einer Debütsaison mit einigen Highlights 2020 den nächsten Schritt machen.

«Bei vier unserer Fahrer setzen wir in der kommenden Saison auf Kontinuität», sagt Marquardt. «Marco Wittmann ist mit seinem Speed und seiner unglaublichen Konstanz in jeder Saison ein absoluter Leistungsträger in unserem DTM-Aufgebot. Er holt nahezu immer das Maximum aus seinen Möglichkeiten heraus. Timo Glock hatte in der vergangenen Saison viel Pech, an seinem Speed am Steuer des BMW M4 DTM besteht jedoch für uns kein Zweifel. Philipp Eng hat 2019 vor allem in der ersten Saisonhälfte fantastische Leistungen gezeigt, an die er hoffentlich im kommenden Jahr anknüpfen kann. Sheldon van der Linde hat uns in seiner Rookie-Saison überzeugt. Wir sehen bei ihm großes Potenzial, das er 2020 hoffentlich noch häufiger ausschöpfen wird.»


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