Kurios: So reagieren die Fans auf den Aston-Ausstieg

Von Andreas Reiners
DTM
Die Fans haben offenbar Bock auf die DTM

Die Fans haben offenbar Bock auf die DTM

Der Ausstieg von Aston Martin hat die DTM ohne Frage hart getroffen, mal wieder treten nur zwei Hersteller gegeneinander an. Doch offenbar ist das Programm trotzdem attraktiv genug.

Ist es echte Verbundenheit? Eine Trotzreaktion auf die wieder mal lauter werdenden Abgesänge auf die DTM? Oder wollen sich die Fans die Tourenwagenserie noch einmal ansehen, bevor sie, wie teilweise prophezeit, vor die Hunde geht?

Was auch immer, Fakt ist: Der Ausstieg von Aston Martin scheint die Anhänger nicht zu jucken. Zwar fahren in Audi und BMW wie schon von 2006 bis 2011 nur zwei Hersteller (damals Audi und Mercedes) gegeneinander, aber auch das scheint dem Interesse an der Serie keinen Abbruch zu tun.

Kurios? Nun, das Aus ist medial und hinter den Kulissen natürlich ein Thema, es wird aber, wie es scheint, am Ende heißer gekocht, als es gegessen wird. Zumindest für die Fans.

Natürlich kämpft die DTM um ihre Zukunft, aber die Pläne für 2020 mit 15 Autos von Audi, BMW und den Kundenteams WRT und ART Grand Prix sowie dem Rahmenprogramm mit unter anderem der W Series, DTM Trophy, den Tourenwagen Classics und diversen Porsche Carrera Cups scheinen attraktiv genug zu sein.

«Der Vorverkauf läuft gut. Wir stellen etwa durch den Ausstieg von R-Motorsport keinen Rückgang fest – im Gegenteil», erklärte ein ITR-Sprecher auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com: «2019 waren zu diesem Zeitpunkt die Zahlen im Ticket-Vorverkauf besser als 2018. Aktuell sind die VVK-Zahlen besser als im vergangenen Jahr um diese Zeit».

Konkrete Zahlen werden seit 2018 zwar keine mehr genannt, damals, im letzten Jahr von Mercedes, einer ungewissen Zukunft und einem zerfledderten Rahmenprogramm war der Zuschauereinbruch aber auch so nicht zu übersehen.

Dafür schmeißt der Chef hin und wieder mal eine Zahl in die Runde: Bei der Tiroler Tageszeitung sprach Gerhard Berger von einem Plus von 30 Prozent im Vergleich zu 2019 – wohlgemerkt bei einem Event mehr.

«Wir bemühen uns, mit Audi und BMW ein starkes Starterfeld zu schaffen. Ehrlich gesagt konnte Aston Martin nicht ums Podium kämpfen – darum ist es wie ein Schönheitsfehler. Aston Martin war cool, der Zeitpunkt des Ausstiegs war sehr spät, das hat mich eher verwundert. Aber auf der Spannungsebene hat es keine Auswirkungen. Wir haben 30 Prozent Steigerung bei den Vorverkaufszahlen der Tickets, mit Lucas Auer und Robert Kubica haben wir das Feld noch attraktiver gemacht», sagte Berger.

Dafür gibt es aber eine andere Hiobsbotschaft, die womöglich deutlichere Einschnitte zur Folge hat: das Coronavirus. Da die Saison erst Ende April in Zolder beginnt, gibt es seitens der Verantwortlichen noch keine Maßnahmen wie Verlegungen oder Absagen, stattdessen wird die Situation intensiv beobachtet. Dafür könnte die Corona-Angst in den kommenden Wochen für Zurückhaltung im Vorverkauf sorgen.


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