BMW-Boss Marquardt: Seitenhieb gegen Audi

Von Andreas Reiners
DTM
Jens Marquardt und sein Audi-Kollege Dieter Gass

Jens Marquardt und sein Audi-Kollege Dieter Gass

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt ist nach zwei Rennwochenenden Pause persönlich am Nürburgring. Auch, um Gespräche über die Zukunft zu führen.

Blöde Sprüche gehören zum Geschäft dazu. Vor allem dann, wenn man als BMW-Motorsportdirektor nicht vor Ort ist und die eigene Truppe dann plötzlich Rennen gewinnt.

Das zweite Rennwochenende auf dem Lausitzring sowie das Event in Assen hatte Jens Marquardt ausgelassen, Lucas Auer und Sheldon van der Linde fuhren prompt die einzigen beiden BMW-Siege ein.

Nicht auszuschließen, dass es mit den Sprüchen weitergeht, denn BMW ging im neunten Saisonrennen auf dem Nürburgring am Samstag wieder mal leer aus. Klar: Der BMW-Boss ist ja vor Ort.

Es geht bei seinem Besuch aber nicht nur um das Sportliche, sondern auch um die Zukunft der Serie. Wie er in Sat.1 verriet, hatte er die letzten Wochen genutzt, «um Sachen vorzubereiten und intern Diskussionen zu führen». Die Zukunft der DTM als Plattform ist bekanntlich weiterhin offen, die Diskussionen ziehen sich in die Länge.

«Das sind keine einfachen Diskussionen, aber wir führen sie intensiv. Wir sind auf einem ordentlichen Weg», sagte Marquardt. «Da gibt es Sachen, die ins Gesamtpaket passen müssen, auch für uns als Hersteller. Am Ende muss der Vorstand allem zustimmen. Alles muss vorbereitet werden, und das läuft über uns, und da sind weiter dran.»

Neben den finanziellen Belangen (Wir berichteten) geht es auch um das Konzept der Fortführung selbst. BMW hatte sich in den letzten Wochen gegen das geplante GT3-Reglement gesträubt, da man dies als Konkurrenz zum Kundensport sieht.

«Wir haben GT-Autos, wir sind werksseitig im GT-Sport in den USA engagiert, aber das ist GTE. GT3 ist Kundensport, und da muss man aufpassen, dass man eine neue alternative Plattform schafft, und dass sich Teams dort breiter betätigen können und wir nicht deren Geschäftsmodell unter Druck setzen oder in Gefahr bringen. Dafür müssen wir eine Lösung finden. Man muss sehen, wie man es unter einen Hut bekommt», sagte Marquardt. Er peilt eine Lösung in den nächsten «ein bis zwei Wochen» an.

Und konnte sich einen Seitenhieb in Richtung Audi nicht verkneifen, die Ingolstädter hatten mit ihrem Ausstieg Ende April den Stein ins Rollen gebracht: «Uns liegt die Plattform am Herzen, wir haben es immer unterstützt und angetrieben. Wir waren ja auch nicht diejenigen, die gesagt haben, wir machen es nächstes Jahr nicht mehr», sagte Marquardt.

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