DTM-Zeitreise: Als Marc Hessel ein Rad ab hatte

Von Andreas Reiners
DTM
Marc Hessel

Marc Hessel

Die DTM gastiert an diesem Wochenende in Zolder. Bei einigen Altstars weckt das Erinnerungen an die goldene Ära. Wie zum Beispiel bei Marc Hessel.

Den Titel in der deutschen Formel-Ford-F1600-Meisterschaft verpasste Marc Hessen 1986 knapp, er unterlag Michael Bartels. 17 Saisonsiege hinterließen aber Eindruck, weshalb er 1987 den Sprung in das DTM-Juniorteam von BMW schaffte. Bei Zakspeed war er Teamkollege von Eric van de Poele.

Das zweite Saisonrennen 1987 vergisst Hessel nicht, denn dort feierte er seinen ersten und einzigen DTM-Sieg – und wie. Denn eigentlich war die Veranstaltung für ihn schon gelaufen, ehe sie so richtig begonnen hatte.

«Sowohl im Freien Training als auch im Qualifying habe ich jeweils ein Rad verloren», sagte Hessel dtm.com. «Damit stand ich ganz hinten: Startplatz 23. Mein Teamkollege Eric, als Belgier bei seinem Heimrennen dafür auf P1. Das zeigte sich dann auch intern im Team: Alles drehte sich auf einmal um Eric, und ich habe keine Beachtung mehr gefunden ...»

Doch der Renntag sollte ihm gehören. «Ich kam von ganz hinten, konnte nach dem Start schnell Plätze gutmachen. Ich glaube, dass ich schon in der zehnten Runde die Führung übernommen habe», sagt Hessel. «Und die habe ich dann auch nicht mehr abgegeben.» Es ist keine Frage für ihn: «Das ist wirklich ein Rennen, das mir in Erinnerung geblieben ist.»

Was wurde an dem Tag aus van de Poele?

Der Lokalmatador wurde nur Zehnter, nach einer Kollision im Startgetümmel fiel er bis ans Ende des Feldes zurück. Nach einer Aufholjagd und einem zwischenzeitlichen dritten Platz fiel er nach einem Verbremser wieder zurück.

Unvergessen ist für Hessel leider auch das Finale der Saison, er gehörte mit 113 Punkten neben Ford-Pilot Manuel Reuter (177) und van de Poele (118) zu den Titelkandidaten. Ein Horrortag.

«An das entscheidende letzte Rennen auf dem Salzburgring möchte ich nur ungern erinnert werden», sagt Hessel. Denn er musste seinen belgischen Teamkollegen gemäß einer Teamorder unterstützen, und das, obwohl er kurz vor Schluss selbst auf Titelkurs lag. «Immerhin war ich für ein paar Runden DTM-Champion», sagte Hessel, der heute das Tourenwagen Classics mit organisiert.

Eigentlich wäre er mit anderen Altstars wie Harald Grohs auch an diesem Wochenende in Zolder an den Start gegangen, doch die Coronakrise hat der Serie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da Belgien als Risikogebiet eingestuft wurde, verzichtet das TW Classics auf die Veranstaltung.


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