Nach DTM-Ende: Wie geht es mit den Audi-Stars weiter?

Von Andreas Reiners
DTM
Mike Rockenfeller, René Rast und Jamie Green

Mike Rockenfeller, René Rast und Jamie Green

Nach dem Ende der Class-1-Ära in der DTM stellt sich für die Audi-Fahrer die Frage: Wie geht es jetzt weiter? SPEEDWEEK.com mit einem Überblick.

Die Ära der Class-1-Autos in der DTM ist beendet, die GT3-Autos kommen ab 2021. Und der Werkssport, der in der Tourenwagenserie betrieben wurde, weicht dem Kundensport-Modell. Was daher auch Folgen für die Fahrer hat, denn sechs Werksfahrer-Plätze hat Audi für 2021 nicht mehr zur Verfügung.

Was wird nun aus den sechs Audi-Fahrern, die dafür gesorgt haben, dass alle drei Titel 2020 nach Ingolstadt gingen? Auch wenn in der DTM über nichts so ungerne gesprochen wird wie über Verträge, zeichnen sich Tendenzen ab. SPEEDWEEK.com mit einem Überblick.

René Rast: Beim Meister ist klar, wie es weitergeht: Er bleibt Werksfahrer und geht 2021 mit Audi in der Formel E an den Start. Er hat aber auch schon erklärt, dass er an einem DTM-Engagement interessiert wäre.

In der DTM fuhr er bislang für Rosberg, in der Formel E wird er für Abt fahren. In der Vergangenheit arbeitete er aber auch schon mit Phoenix zusammen. Wenn er in der DTM an den Start geht, dann wohl für eines der drei Audi-Teams, die aktuell noch an einem Budget für die neue DTM arbeiten. Gut möglich, dass sie von Audi durch die Bereitstellung eines Fahrers wie Rast finanziell unterstützt werden.

Nico Müller: Der Vizemeister soll einen Vertrag haben, er hat daneben allerdings auch alle sportlichen Argumente auf seiner Seite. Seine Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren ist beeindruckend, auch wenn er beide Male «nur» Vize wurde.
Er hat bereits klargestellt, dass er gerne in der neuen DTM fahren würde. Offen ist, ob er auch weiter in der Formel E an den Start gehen wird.

Er hatte sich in den vergangenen Wochen auf den Titelkampf konzentriert. «Da hatten wir nicht viel Zeit für das Planen der Zukunft verschwendet», sagte er. Die Zukunft steht dafür jetzt auf seiner Agenda ganz oben.

Robin Frijns: Klar ist: Der Niederländer wird auch 2021 für Virgin in der Formel E an den Start gehen, das steht bereits fest. Was darüber hinaus passiert, ist bei ihm noch offen. Er hat 2020 aber ohne Frage bewiesen, was er kann und wie wertvoll er für Audi ist.

Mike Rockenfeller: Der Meisterschafts-Vierte weiß noch nicht, wie es 2021 konkret weitergeht. Aber: «Ich gehe davon aus, dass wieder mit Audi in Verbindung stehen werde», sagte er. Der neuen DTM steht er offen gegenüber, er gibt aber zu, dass er sich erst einmal an die GT3-Autos gewöhnen müsste.

Er hat aber auch andere Ziele. «Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich gerne wieder nach Le Mans zurückkehren würde. Ich bin 36 Jahre alt und denke, dass ich nicht zu alt dafür bin.»

Loic Duval: Die Wege von Duval und Audi werden sich trennen. Der Franzose hat bereits während der Saison ein DTM-Event ausgelassen, um sich für den Prototypen-Sport in Stellung zu bringen, im Gespräch ist ein Wechsel in die USA.

Denn mit der neuen DTM kann Duval nicht viel anfangen. Der 38-Jährige ist in den letzten Monaten seines Engagements sehr meinungsfreudig geworden, er räumte zum Beispiel ein, dass die Formel E keinen Spaß mache, und das als Ex-Fahrer. Er betont, dass es mit seinem Audi-Abschied nichts zu tun habe – unterhaltsam war es trotzdem.

Jamie Green: Sein Vertrag läuft aus. Auch bei ihm ist aktuell unklar, wie es weitergeht. Er konnte sich im Schlussspurt der Meisterschaft mit guten Ergebnissen noch einmal in den Vordergrund fahren. Der Brite zeigte, dass er es noch kann – unter dem Strich aber wohl zu selten in den vergangenen beiden Jahren.


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