Gerhard Berger: «Habe mittlerweile sehr viele Feinde»

Von Andreas Reiners
DTM
Gerhard Berger

Gerhard Berger

DTM-Chef Gerhard Berger hat bei der Neuausrichtung der DTM auch seine Kontakte spielen lassen. Wie zum Beispiel bei der Rückkehr von Red Bull.

Als Gerhard Berger mit einem Zitat des österreichischen Journalisten Heinz Prüller konfrontiert wird, muss er lachen. «Der Gerhard Berger hat keine Feinde im Fahrerlager» meinte Prüller einmal.

Berger selbst sieht das ein wenig anders. «Zu dem Zitat müsste man Heinz heute noch einmal fragen: Ich bin inzwischen sehr alt und hab mittlerweile sehr viele Feinde», sagte Berger der «Auto Revue».

Aber das liege in der Natur der Sache, man könne nicht immer nur Freunde haben, so Berger: «Man muss auch mal jemandem die Stirn bieten oder unangenehme Entscheidungen treffen – und das bringt halt nicht nur Freunde. Man kann schon versuchen, nur Freunde zu haben. Aber ich glaube nicht, dass man dann groß was bewegen wird.»

Fraglos hat der Österreicher aber ein Netzwerk, das ihm bei der Neuausrichtung der DTM mit GT3-Reglement und Kundenteams geholfen hat.

Der Vorteil: «Unter Freunden ist es dann schon so, dass man mal sagen kann: ‚Du – kannst du dir das und das vorstellen?‘ Und das habe ich in dem Fall auch so gemacht», so Berger, der so das Projekt um AF Corse, Ferrari und Red Bull in die DTM brachte.

Für Berger war die Bekanntgabe der Durchbruch. «Und vor allem das Einsatzteam AF Corse, das ja das Werksteam von Ferrari ist, bringt internationales Flair in die DTM», so Berger.

Die spannende Frage vor dem Saisonstart am 19. Juni in Monza: Wie nehmen die Fans das neue Reglement an? Berger erhält Feedback durch die Fans, «bis jetzt habe ich noch keinen getroffen, der gesagt hat, er will wegen des neuen Reglements nicht mehr zur DTM kommen. Es ist eher umgekehrt. Die meisten Fans möchten aber vor allem zur Rennstrecke, um ihr Auto dort wiederzuerkennen. Das war in der DTM zuletzt nicht der Fall – man konnte kaum einen Audi von einem BMW unterscheiden», so Berger.

Berger weiter: «Nun unterscheiden sich die Autos, zudem klingt jedes anders – Vierzylinder, Sechszylinder, Achtzylinder. Man sieht Autos mit Mittelmotor oder mit dem Frontmotor oder Heckmotor. Es ist ein bunt gemischtes Fahrerfeld: Jeder hat die Chance, besser zu sein als der andere – der Mensch ist das Zünglein an der Waage. All das liefert das neue Reglement – vorausgesetzt, dass die BoP gut arbeitet.»


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