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Teamorder nach Final-Eklat: DTM droht mit Rauswurf

Die Teamorder beim Finale auf dem Norisring hat für kontroverse Diskussionen gesorgt. Im neuen Reglement hat die Serie nun ein Verbot verankert - heftige Strafe inklusive.

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Es sind nur ein paar Zeilen, doch die haben es in sich. Denn das Thema Teamorder ist brisant, weshalb sich die Verantwortlichen für die wenigen Sätze eine Menge Zeit genommen haben.

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Das Ergebnis: Die DTM hat wie angekündigt auf den Teamorder-Skandal beim Finale auf dem Norisring reagiert und das umstrittene Tool per Reglement wieder verboten. Mehr noch: Wer dagegen verstößt, dem droht der Rauswurf.

"Für die fünf, sechs Zeilen haben wir uns sehr viel Zeit genommen", bestätigte DTM-Manager Frederic Elsner: "Uns war bewusst, wie eklatant das Thema ist. Entsprechend haben wir nach bestem Wissen und Gewissen alle Köpfe zusammengesteckt, um einen Passus zu entwerfen, der alle möglichen Szenarien abdeckt. Wir glauben, dass uns das gelungen ist. Und wir sind der Meinung, dass das Thema 2022 erledigt sein sollte."

Viele Anhänger hatten gehofft, dass das Thema bereits mit dem Rückzug der Hersteller und dem Philosophie-Wechsel hin zu Privatteams ein Ende finden würde, die breit gefächerten Marken-Spielchen der Vergangenheit angehören.

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Doch natürlich sind die Hersteller im Hintergrund immer noch involviert, was sich beim Finale auf dem Norisring sehr deutlich zeigte, als Maximilian Götz von seinen Mercedes-Markenkollegen auf den letzten Metern förmlich zum Titel "getragen" wurde. So hat zum Beispiel Lucas Auer (Winward), der das Rennen souverän gewonnen hätte, so viel Tempo herausgenommen, dass Götz gute 15 Sekunden Rückstand aufholen konnte. Auch Auers Teamkollege Philip Ellis, der lange Zweiter war, ließ Götz passieren.

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Das Reglement soll das in Zukunft verbieten. "Jede mündliche oder anderweitige Anweisung (Teamorder) an einen Fahrer oder Wettbewerber, die ein Qualifiying- oder Rennergebnis beeinträchtigen könnte, ist nicht erlaubt", heißt es in dem Reglements-Entwurf, der aktuell den Genehmigungsprozess beim DMSB und der FIA durchläuft. Das Verbot ist weit gefasst, es ist handelnden Personen "nicht gestattet, Fahrer oder Wettbewerbern Teamanweisungen zu erteilen, aufzuerlegen oder versuchen, sie aufzuerlegen", heißt es weiter.

Bei einem Verstoß kann die DTM hart durchgreifen, kündigt "Strafen bis hin zum Ausschluss von der Meisterschaft für alle beteiligten Parteien" an. Daneben gibt es "sämtliche Möglichkeiten für die Stewards zu reagieren, dazu gehören auch Geldstrafen", so Elsner.

Und wie optimistisch sind die Verantwortlichen, dass sie die Teamorder kontrollieren können? In der Vergangenheit gab es immer wieder Versuche, sie waren eher mäßig erfolgreich. So war die Teamorder in der vergangenen Saison offiziell nicht verboten.

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"Teamorder war immer ein sensibles Thema, das schwierig zu kontrollieren ist, weil es immer irgendwelche Möglichkeiten gegeben hat, Paragrafen ein bisschen zu umgehen oder anders auszulegen", sagte Ex-Champion Martin Tomczyk, der nach dem Ende seiner aktiven Karriere bei der ITR für die DTM Trophy zuständig ist: "Wichtig ist, dass wir jetzt eine Möglichkeit haben, wenn es offensichtlich ist. Es ist schwierig zu belegen, aber wir hoffen, dass wir es soweit wie möglich ausschließen können."

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