Clemens Schmid: «Geteilte Qualifikation beste Lösung»

Von Gerhard Kuntschik
Clemens Schmid und Manuel Reuter

Clemens Schmid und Manuel Reuter

In Imola wurde über das Qualifikations-Ausnahmeformat für den Norisring debattiert. Die gefundene Lösung für die 2,3 km kurze Strecke sei in ihrem Sinn, meinen die Fahrer.

«Der Modus mit zwei Gruppen, deren Abfolge am zweiten Tag gedreht wird, ist der beste Kompromiss. Dabei haben sich die Fahrer eingebracht. Für uns ist das zweifellos die beste Lösung», erklärt DTM-Rookie Clemens Schmid.

Neuling ist er zwar in dieser Serie, nicht aber auf dem Norisring am Wochenende, auf dem er schon drei Mal im Porsche Carrera Cup antrat, «und dabei ging es mir nie schlecht. Ich mag diesen Kurs», erklärt der 31-jährige Tiroler.

Während er den Quali-Modus begrüßt, hofft er auf Umsicht der Rennleitung, was die Boxengasse betrifft: «Die ist in Nürnberg eng, ein ‚unsafe release‘ passiert da schnell. Ich hoffe, dass alle aufmerksam sind. Für die Mechaniker kenn es dort speziell kritisch werden.»

Für Lamborghini-Pilot Schmid sind trotz der Probleme und Enttäuschungen der letzten Rennen die Ferrari von Red Bull AF Corse Favoriten: «Die sind stark auf der Bremse und schnell. Ich erwarte auch Audi stark.»

Er selbst fühlt sich in der DTM angekommen: «Der Lausitzring war schwierig für mich nach dem Unfall in der Steilkurve beim Testen. Imola war gut, Sonntag hatte ich beim Safety Car Pech und mein Stopp war zu langsam. Außerdem wurde durch die Berührung von Götz‘ Mercedes ein Sensor am Lambo-Auspuff beschädigt, der den Abgasdruck falsch erkannte und die Leistung drosselte.» Aber die ersten Punkte als Sechster im ersten Imola-Lauf gaben natürlich viel Auftrieb.

Für seine Mannschaft organisierte Teamchef Gottfried Grasser Montag dieser Woche noch ein «Teambuilding» mit einem Kart-Rennen in Kalsdorf nahe Graz.

Schmid war als einziger der Fahrer dabei und berichtete etwas amüsiert: «Gottfried wurde guter Dritter, aber so fertig habe ich ihn noch nie aus einem Gefährt steigen sehen. Ich fürchte, er spürt alles auch noch in Nürnberg. Aber für die Stimmung im ganzen Team war der Event großartig.»

Für Nürnberg und die zweite Saisonhälfte nimmt sich Schmid vor: «In der Qualifikation sollte es stets in die Top 12 gehen, und mit guter Strategie sind dann auch Punkte möglich.» Was er noch lernen muss? «Die Langstrecke kann ich mittlerweile gut, aber in einem Sprint wie der DTM muss ich am Start oder einem Re-Start einfach aggressiver werden.»


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