DTM-Held Stuck: Der «alte Sack» weckt Erinnerungen

Von Andreas Reiners und Gerhard Kuntschik
Legende Hans-Joachim Stuck

Legende Hans-Joachim Stuck

Legende Hans-Joachim Stuck war einer der alten DTM-Helden, die auf dem Norisring in den alten DTM-Autos zwei Rennen absolvierten. Und die Boliden der DTM Classic üben eine große Faszination aus.

Die Augen leuchten, als Hans-Joachim Stuck über die Resonanz auf dem Norisring spricht. Denn immer wieder wird der Ex-DTM-Champion von Fans nach Autogrammen oder Selfies gefragt. Keine Frage: Die Autos der DTM Classic und auch die Fahrer üben auch heute noch eine große Faszination aus.

Warum? «Weil die Fans von damals heute 30 Jahre älter sind und sich an ihre Jugend erinnern, die eine geile Zeit war. Die Fahrer waren damals noch richtige Heroes», sagte Stuck SPEEDWEEK.com.

«Es ist faszinierend, wie wir Alten – ich bin ja mit 71 auch schon ein alter Sack! - noch um Selfies und Autogramme gebeten werden. Ich postete meinen Audi, den ich hier wieder fahren durfte, auf Facebook, und ich bekam in zwei Stunden 27.000 Likes! Das muss man sich mal vorstellen. Meine Söhne sagen mir dann, Papa, das war eine andere Zeit! Der familiäre Zusammenhalt im Team ist heute wohl anders.»

Natürlich weckt auch bei ihm jeder Besuch auf dem Norisring Erinnerungen. «1990, das war ein Highlight. Es war in Bayern, so viele Heimrennen hat man nicht, es war spektakulär, sogar Franz Josef Strauß war da beim Duell Audi gegen BMW mit einem starken Roberto Ravaglia.» Stuck gewann damals und holteb zudem am Ende den Titel.

1992 war ebenfalls unvergesslich, allerdings aus einem anderen Grund. Stuck erinnert sich: «Da kam der Anruf von Prof. Piech (damals CEO der Audi AG, Anm.), es ging um die gedrehte Kurbelwelle, die von der Sporthoheit als nicht regelkonform eingestuft worden war. Ich glaube doch, sie war legal, aber wie auch immer – es ging gegen die Linie von Piech, der fairen, sauberen Motorsport wollte und die Disqualifikation nicht verstand und sich nichts nachsagen lassen wollte. Ich muss dazu sagen, Prof. Piech (1937-2019, Anm.) war eine ganz wichtige Persönlichkeit in meinem Leben. Ich kann über ihn nur das Beste sagen. Wir mussten die Entscheidung damals akzeptierten, und die DTM war einmal vorbei. Es war schade, weil wir in der Meisterschaft gut dabei waren. Aber wenn der Chef sagt, es ist so, dann ist es so.»

Und was sagt «Strietzel» zur DTM heute? «Der Gerhard (ITR-Chef Berger, Anm.) hat alles richtig gemacht mit dem Umstieg auf das GT3-Reglement. Wir haben vorher Stunden darüber diskutiert, ich habe ihn zu diesem Schritt ermutigt. Es passt jetzt perfekt. Mit einer guten BoP ist das in Ordnung. Ich habe mir bisher jedes Rennen im TV angeschaut, auf dem Norisring war ich live dabei. Die Vielzahl der Marken und die Qualität des Fahrerfeldes stimmen. Mit Gerhard und seinem ganzen Team kann man gut reden, Anregungen werden aufgenommen. Das ist eine Supertruppe.»


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