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DTM Classic am Nürburgring: Rückkehr der DRM-Boliden

Von Rob La Salle
26 Rennwagen von sieben Marken aus den Siebzigern gehen beim DTM Classic DRM Cup am Nürburgring an den Start. Nicht nur für Opel-Fans: Der gelb-schwarze Steinmetz-Commodore.

Der Zakspeed-Capri ist eine Ikone des Motorsports. In den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren prägte der Bolide aus der Edel-Schmiede Zakspeed unter der Leitung von Erich Zakowski aus dem Nürburgring-nahen Niederzissen eine ganze Ära der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM). Beim DTM Classic DRM Cup kehrt der Zakspeed Ford Capri Turbo an jene Rennstrecke zurück, auf der dieser außergewöhnliche Rennwagen seine ersten Runden drehte: an den Nürburgring. Nicht nur der Zakspeed-Capri, sondern alle Rennwagen aus der Zeit der DRM, dem Vorläufer der 1984 eingeführten DTM, üben bis zum heutigen Tag eine enorme Faszination aus.

Mit 26 Rennwagen von sieben verschiedenen Marken aus der DRM-Ära bringt die DTM Classic am Wochenende (26.-28. August) beim DTM-Rennwochenende ein einzigartiges Starterfeld in die historische Umgebung der legendären Rennstrecke in der Eifel zurück.

BMW mit dem M1 aus der Procar-Serie, dem 2002 oder dem 3.0 CSL, Porsche mit seinen unterschiedlichen 911 Carrera, Ford mit dem Capri und dem Escort RS 1600, genauso wie Opel mit Commodore und Kadett, oder Alfa Romeo, Chevrolet und De Tomaso – der DTM Classic DRM Cup ist ein rollendes, vielmehr rasendes Rennsport-Museum.

Von ihren meist privaten Besitzern werden diese automobilen Schätze gehegt und gepflegt sowie im Fahrerlager mit Stolz den Fans präsentiert. Auf der Rennstrecke jedoch werden diese historischen Rennwagen keineswegs geschont, die Rennfahrer geben mutig Gas und scheuen den Zweikampf nicht. Es ist geradezu erstaunlich, wie zuverlässig die oft 50 Jahre alte Technik auch heute noch ist.

Am Nürburgring präsentiert der zu Jahresbeginn eingeführte DTM Classic DRM Cup auch einige Raritäten, die es rund um den Globus nur noch in kleinsten Stückzahlen gibt. Dazu zählen beispielsweise der Alfa Romeo Montreal, aufgebaut nach dem freizügigen Gruppe-4-Reglement, ein BMW M1 nach Gruppe-5-Reglement oder auch der De Tomaso Pantera Gruppe 4. Aber auch der Zakspeed-Capri, vom 75 Jahre alten Teamchef Peter Mücke pilotiert, gilt als Rarität.
Erstmals in der DTM Classic am Start sind drei weitere spezielle Rennwagen, die wuchtige Chevrolet Corvette C3 Stingray von Heiko Budzynski, die damals schon das DRM-Publikum begeisterte, der Opel Kadett C von Wolfgang Kaupp, mit dem einst sogar Walter Röhrl in der DRM startete, und der Opel Commodore GS 3000. Es ist ein echter Steinmetz-Commodore von Opel-Tuner Klaus Steinmetz, der am „Ring“ von seinem Sohn Oliver gesteuert wird.

Neben Otto Rensing, der mit Michael Hess einen Porsche 911 RSR pilotiert, und Stefan Mücke, mit Ronny Scheer im BMW M1 Procar, steigt noch ein dritter ehemaliger DTM-Pilot ins Cockpit: Olaf Manthey.

Der zweimalige DTM-Vizemeister und erfolgreiche Teamchef wechselt sich mit Peter Schumann am Steuer eines BMW 635 Gruppe 5 ab und ist längst ein permanenter Starter in der DTM Classic: «Es ist eine einzigartige Atmosphäre, im Umfeld der DTM die Rennen mit historischen Rennwagen bestreiten zu können. Ich genieße jede Runde, und es macht sehr viel Spaß, auch die Begeisterung der Zuschauer auf den Tribünen und im Fahrerlager zu erleben.»

Der DTM Classic DRM Cup ist das erste reine Championat für DRM-Rennwagen und feierte in Imola Premiere. Der dritte Lauf findet vom 23. bis 25. September auf dem Red Bull Ring in der Steiermark statt. Auch auf dem Nürburgring werden am Samstag und Sonntag (Start jeweils um 16:15 Uhr) zwei Rennen über je 25 Minuten plus eine Runde ausgetragen. Alle Trainings und Rennen der DTM Classic werden live auf ServusTV On (servusTV.com), der Video- und Streaming-Plattform von ServusTV, sowie über DTM TV (tv.dtm.com) übertragen.


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