Stucks Kritik an Schumacher: «Macht das nicht kaputt»

Von Andreas Reiners und Gino Bosisio
David Schumacher

David Schumacher

Renn-Legende Hans-Joachim Stuck nahm in der TV-Sendung «Sport & Talk aus dem Hangar 7» ohne Umschweife zu den Aussagen von Ralf Schumacher Stellung. Der hatte das Strafen-Wirrwarr öffentlich kritisiert.

Die Aussagen von Ralf Schumacher haben hohe Wellen geschlagen. Die Kritik des früheren Formel-1-Fahrers wird weiterhin eifrig diskutiert.

Der Hintergrund: Ralfs Sohn David Schumacher erhielt am vergangenen Rennwochenende in Spa am Samstagabend wegen eines vierten, fünften, sechsten und siebten Verstoßes gegen die Track Limits in Rennen 1 eine Rückversetzung um jeweils 3, das heißt insgesamt 12 (!) Startplätze. Eine Folge: Da er im Qualifying am Sonntag schlechter als auf Platz 15 abschnitt (er wurde 25.), sollte diese Rückversetzung zunächst in eine Stop-and-go-plus-10-Sekunden-Strafe umgewandelt werden.

Diese Ersatzstrafe wurde dann am Sonntag von den Sportkommissaren aus Sicherheitsgründen in eine Drive-Through-Strafe umgewandelt. Letztendlich war David Schumacher chancenlos, er wurde 20. «Was die DTM für Deutschland kann und Gerhard Berger macht, finde ich super. Aber das Regel-Wirrwar ist nicht nachvollziehbar, und die Strafen auch nicht», hatte der frühere Formel-1-Fahrer in Spa bei ran gesagt.

Schumacher verwies darauf, «dass hier auch viel Geld investiert wird von Partnern, Sponsoren, Eltern. Das wird dem nicht gerecht.»
Er setzt darauf, dass DTM-Chef Gerhard Berger mal auf den Tisch haut. «Gerhard redet sich immer ein bisschen raus: 'Ich habe mit den Regeln nichts zu tun, das macht der DMSB'. Aber da macht er es sich ein bisschen leicht. Das könnte man ändern.» Schumacher hofft, «dass sich die Herren offen zeigen, hinsetzen und nicht beratungsresistent sind. So schön die DTM auch ist, kann es sie in Gefahr bringen. Und das wäre natürlich schade. Die Teams investieren hier viel Zeit und Geld.»

Im Rahmen der Sendung «Sport & Talk aus dem Hangar 7» diskutierten Gäste wie Hans-Joachim Stuck, Thomas Preining und Lucas Auer auch die Aussagen von Schumacher, dazu auch die Kritik an der Fahrweise einiger Fahrer. Auch das war zuletzt ein heiß diskutiertes Thema in der DTM.

In Spa gab es eine Klarstellung im Regelwerk. «Die Fahrer müssen zwischen ihrem eigenen Auto und anderen Autos oder dem Rand der Strecke bei der Anfahrt und dem Ausgang einer Kurve einen ‚Rennraum‘ (mindestens eine halbe Fahrzeugbreite) lassen.».

Ex-DTM-Champion Hans-Joachim Stuck (71) betonte, dass man den Lackaustausch sehen wolle und man muss dafür natürlich auch Regeln haben müsse. «Eine Abstandsregel von der Seite ist unrealistisch – wir fahren ja nicht zum Kaffeetrinken ins Kaffee Kanzler», sagte Stuck.

Stuck findet dann sehr klare Worte: «Ich finde es aber nicht gut, dass Ralf Schumacher oder auch in letzter Zeit ein René Rast das öffentlich im Fernsehen kundtun. Man kann immer was verbessern. Das kann man aber intern besprechen – das gehört zum Beispiel in ein Drivers-Briefing, aber bitte nicht im Fernsehen herumquaken. Sonst ist das der Serie nicht zuträglich – das hilft nicht!»

Stuck weiter: «Wir haben so eine tolle Meisterschaft, es wird den Fahrern und Fans alles geboten - aber bitte macht das nicht kaputt!»

Auch Porsche-Mann Thomas Preining stimmte dem Altmeister zu: «Teilweise ist es mit den Strafen schon sehr komisch, aber man braucht nicht immer eine Strafe. In der DTM ist ja Lackaustausch historisch ein Thema. Norisring war vielleicht „over the Limit“, okay – aber das passiert. Aber wenn man da überreagiert, bringt uns das auch nicht weiter.»

Übrigens: Auf dem Red Bull-Ring gibt es eine ganz besondere Aktion für alle Fans. Stuck kündigt an: «Jeder, der ein Ticket löst, nimmt teil an einer Verlosung für eine Taxi-Fahrt mit Marcel Hirscher. Jeder hat also eine gute Chance, denn er fährt glaub ich sieben Stunden am Stück!», scherzte Stuck.


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