Kein Titel: Glocks BMW-Karriere endet im Kiesbett

Von Andreas Reiners
Timo Glock

Timo Glock

Timo Glock wollte zum Abschied von BMW den Titel in der Italian GT Championship einfahren, am Ende reichte es nur zu Platz zwei. Das Ende war trotz allem emotional.

Den perfekten Abschied bei BMW hat Timo Glock leider verpasst: Der frühere DTM-Pilot wurde mit seinem Teamkollegen Jens Klingmann in der italienischen GT-Meisterschaft im Sprint Cup Zweiter.

Dabei landete Glock beim Finale in Mugello in seinem allerletzten Rennen für BMW nach einer Kollision mit Alberto di Folco unverschuldet im Kiesbett. Am Samstag stand er mit Klingmann im ersten Rennen als Zweiter noch einmal auf dem Podium.

«Es war ein toller Fight mit Alberto, den ich sehr genossen habe», sagte Glock auf Instagram. «Leider hat er mich aus dem Rennen genommen, dann war Game Over. Aber nach der Full Course Yellow hätten wir sowieso keine Chance mehr auf den Titel gehabt.»

Er habe die Reise mit Teamchef Roberto Ravaglia und Ceccato Racing sehr genossen. «Am Ende war es sehr emotional. Danke auch an meinen tollen Teamkollegen Jens Klingmann, mit dem ich sehr viel Spaß hatte», so Glock, der seinen für viele überraschenden BMW-Abschied im September in den sozialen Medien verkündet hatte. Wie es für ihn weitergeht, ist offen. Er hatte aber klargestellt, dass er weiterfahren wolle.

«Es kann für außen überraschend gewesen sein, aber wir haben einen sehr, sehr starken Fahrerkader, und Fahrer, die Erfahrung auf LMP-Fahrzeugen haben. Deswegen haben wir die Wahl so getroffen. Für uns passt das, wir mussten eine Entscheidung treffen», sagte BMW-Motorsportchef Andreas Roos beim DTM-Finale in Hockenheim. Das Gespräch sei sachlich-fachlich gewesen, so Roos. «Dann ist auch irgendwann Ende, dann gibt es nicht mehr so viel zu besprechen.»

In einer Pressemitteilung nach dem Finale der italienischen GT-Meisterschaft wurde Roos wie folgt zitiert: «Wir blicken zurück auf viele gemeinsame Momente des Erfolgs und der Emotionen, vor allem in der Zeit unseres Werksengagements in der DTM bis 2020. Dort begeisterte Timo mit tollen Siegen, zum Beispiel dem in Hockenheim 2018 gegen Gary Paffett. Sein Können und seine Persönlichkeit machten ihn zum absoluten Publikumsliebling, und er war ein prägendes Gesicht der Marke auf und neben der Rennstrecke. Wir wünschen Timo das Beste und viel Erfolg für seine Zukunft!»

Glock kam zur Saison 2013 als Werksfahrer zu BMW. Bis 2021 trat er vor allem in der DTM an. In der aktuellen Saison 2022 bestritt er zudem einen Gaststart bei der Veranstaltung in Imola. In 148 DTM-Rennen feierte Glock fünf Siege und insgesamt 15 Podiumsplätze.

Unvergessen ist das «Gänsehautduell» beim Saisonauftakt 2018 in Hockenheim gegen Mercedes-Pilot Gary Paffett, in dem die beiden über elf Runden um die Führung kämpften und das Glock am Ende für sich entschied.


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