DTM in Zandvoort: «Nürburgring-Nordschleife in klein»

Von Andreas Reiners
DTM
Zandvoort: Old-School-Rennstrecke

Zandvoort: Old-School-Rennstrecke

Die DTM macht an diesem Wochenende Halt in Zandvoort. Sehr zur Freude von Timo Scheider, der mit der Strecke noch eine Rechnung offen hat.

Den größten Jubelschrei nach der China-Absage und der Bekanntgabe von Zandvoort als Ersatz für das neunte DTM-Saisonrennen hörte man aus dem Hause Scheider. Denn Audi-Pilot Timo Scheider ist ein erklärter Fan des Dünenkurses.

«Zandvoort ist eine Old-School-Rennstrecke mit einem ganz eigenen Charakter. Ein wenig Nürburgring-Nordschleife in klein, weil du wirklich alle Passagen und Möglichkeiten, die eine Rennstrecke bieten kann, integriert hast», sagte Scheider. Im Einzelnen: Unterschiedlicher Belag, ultraschnell, ultralangsam, mechanischer Grip ist ebenso gefragt wie aerodynamischer Grip.

Natürlich ist der 35-Jährige nicht der einzige Zandvoort-Fan unter den DTM-Piloten. Aber Scheider hat eine ganz besondere Beziehung zu Zandvoort. Besonders der Renntag 2003 ist vielen Motorsportfans noch als einer der tragischsten Momente der neuen DTM in Erinnerung: Vom ersten Platz gestartet, führte Scheider das Rennen souverän an. Alles sah nach dem ersten Sieg für den Deutschen aus, der damals noch für eine andere Marke unterwegs war.

Doch dann verpatzte sein Team den Boxenstopp und das Auto rollte mit drei Rädern aus. Noch heute bekommt Scheider eine Gänsehaut, wenn er von dem aufmunternden Applaus der Zuschauer und sogar der Mechaniker aus den Boxen anderer Hersteller erzählt, als er zu Fuß zu seinem Team zurückkehrte.

Außerdem stehen für Scheider vier Pole Positions zu Buche, aber noch kein Sieg. «Dann ist relativ schnell klar, was die Rechnung ist, die ich offen habe: Die ist ganz klar der Sieg in Zandvoort. Aufgrund der Vorgeschichte und der verschiedenen Vorkommnisse, die wir hatten, ist einfach kein Haken am Ende dran. Und das ärgert mich.»

«Im aktuellen Jahr gesehen wird es uns bei Audi nicht besser gefallen können als jetzt nach Zandvoort zu kommen und da endlich den ersten Sieg in diesem Jahr einzufahren, und nach Möglichkeit meinen persönlichen Erfolg abzuhaken. Das würde mir sehr gut tun und Audi natürlich auch.»

Deshalb war sein Jubelschrei wohl am größten, als die überraschende Rückkehr nach Zandvoort feststand. Um die Rechnung zu begleichen.

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